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II. Zustand der östreichischen Armee. — Alvinzrerhielt alle Tage beträchtliche Verstärkungen. Die Gebiete vonPadua, von Treviso und von ganz Dassano waren mit östreichi-schen Truppen überschwemmt. Zwei Monate waren nun seit derSchlacht bei Arcole verstrichen und Oestrpich hatte sie wohl be-nutzt, um die von den Usern des Rheins, wo die Franzosenmüssig und völlig wie in Winterquartieren standen, weggezogenenDivisionen nach dem Friaul kommen zu lassen. Die ganze östrei-chische Armee war in Bewegung gerathen. In Tprol wurdenmehrere Bataillone ganz ausgezeichneter Schützen ausgchoben.Man fand für gut diese Leute zn überreden, daß sie ihr Land ver-theidigcn und helfen müßten, Italien, das für die Wohlfarth Tv-rols so wichtig sey, wiederzuervbern. Die glückliche» Unterneh-mungen Oestreichs in dem letzten Fcldznge in Deutschland undseine Demüthigungen in Italien hatten den Geist des Volks auf-geregt Die großen Städte erboten sich zn Errichtung ganzer Ba-taillone von Freiwilligen. Wien stellte deren vier und es kam aufdiese Weise eine Verstärkung von io bis » 2,000 Freiwilligenzusammen Die Wiener Bataillone erhielten Fahnen, welche dieKaiserin mit eigner Hand gestickt hatte. Sie verloren die-selben, aber nur nach ehrenvoller Verthcidigung. Die vstreichi-sche Armee bestand überhaupt aus acht Divisionen von ungleicherStarke, aus mehrern diesen Divisionen einverleibtcn Cavalerie-Brigaden und zwei Cavalerie - Divisionen. Man schätzte sie aufmehr als 8o,uoo Mann an streitbaren Mannschaften.
ilk. Zustand der französischen Armee. — Diefranzösische Armee war seit der Schlacht von Arcole mit zwei vonde» Küsten der Provence herbeigezogcnen Regimentern, woruntersich das 5?ste Linien - Regiment befand und einem Cavalerie-Re-gimente verstärkt worden. Dies betrug zusammen etwa5 bis 6ooo Manu und ersetzte die Verluste von Arcole und derBelagerung von Mantua. Joubert besetzte mit einer starken Divi-sion Msntebaldo, Rivoli und Bussolengo; Roy, mit einer minderstarken als Reserve, Dezenzano. Massen« war zu Verona undhatte eine Avantgarde zn St. Michael; Augereau stand zu Leg-uane und seine Avantgarde zu Bevilaqua. Scrrurier blokirteMantua. Corona war durch Verschauzungen gedeckt. Die Schlös-ser von Verona und von Legnano befanden sich, so wie Peschieraund Pizzighetone in gutem Stande. Die Citadellc von Bresciaund Bergamo, das Fort von Fueute, die Citadctte von Ferraraund das Fort Urbino waren in unfern Handel,. Schisse, die wir