Von der andern Seite war zn furchten, Alvinzr möchte nach erhal-tener Kunde von dem Geschehenen, plötzlich auf Verona lvsgchcnund cs wegnchmen, wodurch das Corps von Mivoli gcnöthigt ge-wesen seyn wurde, sich »ach Pcschicra zurückzuziehcn und das vonNouco in Gefahr zn bringen. Man mußte also ans das rechte Uferdes Alpon gehen, um dem Feinde, wenn er Verona augreifen soll-te, in den Rücken zu fallen und auf diese Weise diesen Platz vomlinken Ufer ans zn decken, was man nicht gekonnt hätte, wenndie Brücke nach dem linken Ufer geschlagen worden wäre, weildann der Feind lnrs rechte Ufer besetzen, und, dadurch geschützt,Verona nehmen konnte. Dieser doppelte Grund war bei dem Schla-gen der Brücke in Betracht gekommen. Dann gicngen drei Chausseen,die insgesammt von Morästen umgeben waren, von Rvuco, wo man dieBrücke geschlagen hatte, aus ; die erste, stromaufwärts an der Etsch, nachVerona, die zweite bei Arcvle vorbei, wo sich, anderthalb Stunden vv»der Etsch entfernt, eine Brücke über das Flüßchen Alpon befindet, nachVilla - Nova und die dritte, stromabwärts an der Etsch nach Albarcdo.
VII. Schlacht bei Arcole — erster Tag — deni 5. November. — Drei Colonncn setzten sich ans jenen dreiChausseen in Marsch. Die eine ging links stromaufwärts an derEtsch bis zu der äußersten Grenze der Sümpfe, wo man dann un-gehindert mit Verona in Verbindung stand. Dieser Punkt warvon der größten Wichtigkeit, weil man nun nicht mehr zu besorgenhatte, daß der Feind Verona angreifen könne, indem wir ihm inden Rücken gekommen wären. Die Colonnc rechts rückte, nachAlbaredo zu, bis an den Alpon vor und die des Ceutinms begabsich nach Arcvle, wo unsre Tiralleurs ungesehen bis an die Brückegelangten- Es war ö Uhr früh und der Feind wußte nichts vondem was geschah. Die ersten Flintenschüsse erfolgten auf die Brückevon Arcvle, wo zwei Bataillon Croaten als ein Observationscorpsbivouaqmrten, um die Armee im Rücken, wo sich deren Parcs befan-den, zu decken, und die Truppen zu beobachten, welche die Garni-son von Legnago etwa ins Feld stellen konnte. Dieser Platz warnur drei Stunden entfernt und der Feind war so nachlässig gewesenkeine Posten bis au die Etsch auszustellen, denn er hielt den Zwi-schenraum für ganz unzugängliche Sümpfe. So war die zwischenArcole und der Etsch inliegende Gegend ganz unbewacht, indemman sich begnügt hatte, Husarcnpatrouillcn zu beordern, welchedreimal des Tages über die Dämme hin ritten, um die Etsch ab-zusuchen. Die Straße von Rvnco nach Arcole trifft in einer Ent-fernung von zwei Miglien mit dem Alpon zusammen und geht ei-tle Miglie weit an dem rechten Ufer dieses kleinen Flusses hinauf