Druckschrift 
4 (1823)
Entstehung
Seite
89
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dem Rückzüge nach Verona und ihr Angriff auf Saldiere war ver-unglückt. Eine hohe Meinung von den feindlichen Streikkräftcnhatte sich aller Gemüther bemächtigt. Vaubois Soldaten behauptetenum ihre Flucht aus Tyrol zu entschuldigen, sie hatten Einer gegenDrei gefochten und eben itzt fanden auch diejenigen, welche unterden Augen Napoleons gefochten hatten, den Feind allznzahlreich-Bcide Divisionen zahlten nach ihren Verlusten nur 12000 Mannunter den Waffen.

Allerdings hatte der Feind auch gelitten; aber er war doch imVortheil, hatte die Idee der Ucbcrlegcnheit für sich erwecket, hat-te die Schwäche der Franzosen in Hinsicht auf ihre Anzahl ganzbequem wahrnehmen können und zweifelte auch wirklich gar nichtmehr, weder an der Befreiung von Mantua, noch an der Erobe-rung Italiens. Er hatte eine große Menge von Leitern zusammen-bringen und viele neu fertigen lassen, indem er Verona mit Sturmnchiuen wollte. In Mantua hatte die Garnison neues Leben be-kommen und beunruhigte die Belagerer durch häufige Ausfälle; dieTruppen waren zu ichwach um einer so starke Garnison zu wider-stehen. Indem erhielt man täglich Nachricht von neuen Verstärkun-gen des Feindes; wir konnten dagegen auf keine Rechnung machen!Endlich versäumten die Agenten Oestreichs und Venedigs und diedes Pabstes nicht, von den durch Alviuzi. errungenen Vortheilenund dessen Ucbermacht großes Lärmen zu machen. Wir vermochtennirgends mehr die Offensive zu ergreiffcn. Hier die Stellung vonSaldier», die wir nicht aufhcbcn konnten; dort die Bergschluchtcnvon Tyrol die der Schauplatz der Niederlage Vaubois gewordenwaren. Hätten wir auch eine Position gesucht, in welcher wir eSwagen konnten, etwas zu unternehmen, Alviuzi war immer zusehr an Manuschaftszahl überlegen. Für den Augenblick war als»die Ergrciffung der Offensive uns schlechterdings nicht gestattet; manmußte die Initiation dem Feinde überlassen und kalt erwarten,was er unternehmen werde. Die Witterung war überaus schlecht;der Regen fiel in Strömen vom Himmel und bei jeder Bewegungmußten wir mit dem Kvthe kämpfen. Die Gefechte von Saldier»und in Tyrol hatten nach und nach den guten Willen des gemeinenMannes geschwächt. Man glaubte schon bei gleicher Zahl dem Fein-de überlegen zu seyn, aber mau traute sich nicht mehr zu, ihmbei dem große Unterschiede in der Truppenmenge Widerstand leistenzu können. Sehr viele brave Soldaten waren in den verschiedenenGefechten seit dem Einrücken in Italien zu zwei und dreimale»verwundet worden; die üble Laune nahm überhand.