Druckschrift 
4 (1823)
Entstehung
Seite
88
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— LA-HM und verläßt diesen Fluß nur zu Villa-Nova wo er sichpcrpcndiculair links nach Vicenza hin wendet; zu Ronco wirddie Straße von dem kleinen Flüßchen Alpon durchschnitten, dasdurch Arcole fließt und denn zwischen Ronco und Abaredo in dieEtsch sällt. Links von Villa - Nova gewähren die dortigen Anhö-hen ganz vortreffliche Stellungen, die unter dem Namen vonCaldicro bekannt sind. Wer diese Stellungen innen hat, beherrschteinen Lheil der Etsch, deckt Verona und kann dem Feinde in denRücken fallen, wenn dieser nach der Unter-Etsch sich wenden will.

Der französichc General hatte kaum die Verthcidignng vonMontcbaldo gesichert und die Truppen von Vaubois wieder cr-rnuthjgt, als er nun Caldiero, das bei der Defensive mancherleiWoriheile gewährte und seiner Stellung mehr Kraft geben sollte,zu besetzen eilte. Er drang daher am ntcn von Verona vor, dieBrigade Verdier an der Spitze, warf die feindliche Avantgarde undgelangte bald bis zu dem Fuße von Caldiero. Aber Alvinzi hatteselbst diese Stellung bereits genommen, die auch gegen Veronagleich vorcheilbaft ist. Am -uten mit TagcSanbruch sah man dieseHohen von seinem Heere besetzt und mit furchtbaren Batterien be-deckt. Nach Recognoscirung des Terrains sollte nun Massen« ei-nen dieser Punkte angreifen und den rechten Flügel des Feindesüberwältigen. Ward diese Höhe genommen, — und der Feind ver-theidigte siff schlecht, — so war auch sogleich die Schlacht entschieden.Der General Lannay ging mit seiner Halbbrigade darauf los undbemächtigte sich derselben; aber er konnte sich nicht halten und wur-de gefangen. Zugleich regnete es in Strömen; der Weg wurde da-durch gänzlich verdorben; unsre Artillerie war unbrauchbar, indessendie feindliche uns anfrieb- Wir waren zu sehr im Nachthcil beidiesem Erklettern der feindlichen Stellung. Der Angriff wurde da-her aufgegcbcn und mau begnügte sich die Schlacht den Rest desTages hindurch auszuhalten. Der Regen dauerte nicht nur diesensondern auch am folgenden Tage fort und der französische Gene-ral beschloß nach dem Lager von Verona zurückzukehren.

Die Verluste waren in diesem Gefecht auf beiden Seitengleich gewesen. Allein mit Recht maaßte der Feind den Sieg sichan; seine Vorposten rückten bis St. Michael vor und die Lageder Franzosen wurde in der That bedenklich.

V- Murren und Verschiedenheit der Gesinnun-gen in der französischen Armee. Vaubois, der in Tyrolgeschlagen wurde, hatte bedeutenden Verlust erlitten, und jetztnur noch 6000 Mann. Die beiden andern Divisionen befanden sich,nachdem sie an der Brenta tapfer gekämpft hatten, nun itzt auf