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waren, um im Lande und zum Thcil auch bei der Armee die Mei-nung zu verbreiten, daß eine Verstärkung von zwölf Regimenternstatt finde.
Man glaubte, daß es in Mantua an Lebensmitteln fehleund daß diese Festung ohne allen Zweifel fallen werde, noch ehedie Oestreicher den Kampf auf's Neue beginnen könnten. UnsreTruppen hörten daher von den östreichischen Rüstungen sprechen,ohne sich in ihrer Zuversicht irre machen zu lassen; sie schienendesSieges gewiß zu seyn. Die Armee war wohl genährt, gut be-zahlt, und bekleidet, ihre Artillerie zahlreich und gut bespannt;die Cavalerie zwar schwach an Zahl, aber in möglichst tüchtigemStande und mit allem Nothwendigen wohl versehen.
Die Bevölkerung aller eroberten Länder machte nun schon ge-meinschaftliche Sache mit uns. Sie wünschte sehnlichsr, daß wirbei unfern Unternehmungen glücklich seyn möchten. Die Stim-mung der Lande jenseits des Po war von der Art, daß sie selbsthinreichend war, den Aushebungen an Mannschaft Einhalt zu thun,welche der Kardinal Staats-Secrctair von Rom die Armee desPabstes nannte. Dieser elende Hof, ohne Geist, ohne Muth,ohne Talente, ohne Treu und Glauben, war auch außerdem nichtfurchtbar.
m. Gefecht an der Brenta — Vaubois verläßtTyrol in Unordnung. — Im Anfang des Novemberwar das östrcichischc Hauptquartier zu Conegliano und zahlreichePosten hielten das linke Ufer der Piave beseßt. In Tyrol bil-deten sich an dem Avisio Corps, den unser« gegen über; überallzeigte sich der Feind in starken Massen. Alvinzi's Plan lag amTag. Er wollte nicht wie Wurmser durch Tyrol vorrücken; er fürch-tete das Fechten in den Gebirgen und schrieb der Klugheit undgrößer« Zuverlässigkeit des französischen Soldaten, die bei Lonatound Castiglioue errungenen Vortheile zu. Mithin beschloß er seinenHauptangriff auf der Ebene zu machen und an der Etsch durchdas Veronesische, Vicenza und Padua vorzudringen. Am ^ten No-vember schlug dieser General zwei Brücken über die Piave undging mit 4^, bis 5n,oc,o Mann nach Bassano- Masten«, der ihnbeobachtete, hielt seine Colonnen zusammen, und zwang den Feindalle seine Macht zu entwickeln, dadurch gewann er einen Vor-sprung von einigen Tagen, um sich aus Vicenza zurückzuziehen,wo er sich mit dem französischen General vereinigte, der die Di-vision Augereau und eine Brigade von Mantua an sich gezogenund so 20 bis 2-,yoo Man» zur Disposition hatte. Die Absicht