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gmigcn des Waffenstillstandes von Bologna wurde mehr erfüllt.Er gewahrte mit Schrecken, daß der französische General zauderteund mit verstellter Mäßigung, unter verlängerten Unterhandlungen,den Augenblick des Strafgerichts verschob. Er war übrigens vollEntzücken über die in Deutschland errungenen Vorthcile und ganzgenau von der geringen Anzahl der Franzosen, so wie von der gro-ßen Menge ihrer Kranken unterrichtet. Er setzte sich daher phy-sisch durch Aushebung von Truppen nud zugleich moralisch in Be-wegung, indem er mit Hülfe der Kloster und Pfaffen die Mei-nung verbreitete, daß die Franzosen nur schwach wären, die Machtder Oestreicher aber unwiderstehlich sey.
H. Guter Zustand des französischen Heeres; dieStimmung der Völker Italiens ist demselben gün-stig. — Der französische General hoffte lange Zeit aus neue Ver-stärkungen. Er hatte dem Directorinm mit kräftigen Worten vor-gestcllt, daß entweder die Nord-Armee wiederum über den RheinVordringen, oder man ihm 5v,ooo Mann schicken müßte. Manversprach und hielt nie Wort. Alle Hülfe die man ihm sendete,beschränkte sich auf vier Regimenter, die aus der Vendse kamen,wo jetzt ein beßrcr Geist zu herrschen begann. Diese Regimenter— zusammen ohngcfähr 8000 Mann stark trafen, binnen einemZeitraum von zwei Monaten, nach und nach ein und gewährteneine große Hülfe, da durch sie der Verlust, den die letzten Mo-nate berbeigcführt hatten, ersetzt und die Armee wiederum ansihren eigentlichen Bestand von 3»,ooo Mann unter' den Waf-fen gebracht wurde. Die Nachrichten aus Tyrol, Friaul, auSVenedig, Rom rc. sprachen immenvährend von großen Rü-stungen gegen die Franzosen, aber, dießmal gab die ausgespro-chene Simmung der Völker, verbunden mit andern Umständen,Italien und den nun eintrctenden Verhältnissen ein ganz andresAnsehn. Es war nicht mehr, wie vor den Schlachten bei Lonatound Castiglione. Die Wunder, welche die Franzosen gcthan, unddie zahlreichen Niederlagen der Oestreicher hatten die öffentlicheMeinung umgcstaltet. Damals glaubten drei Vicrthcile von Ita-lien, daß es den Franzosen ganz unmöglich seyn würde ihre Er-oberungen zu behaupten; jetzt glaubten die drei Viertheilc desnämlichen Italiens nicht mehr, daß es in der Macht Ocstreichssei, sie ihnen jemals wieder zu entreißen. Man machte vielesLärmen von der Ankunft der aus Frankreich eintrcffeuden vier Re-gimenter. Sie marschirten in Bataillonen und bildeten sonachzwölf Colonneu, wie denn überhaupt alle Maaßregeln genommen