ein wahres wildes Thier, und so überlies man ihn seine,!,Schicksale.
Mittwochs, am 5. April.
Der Kaiser hat an dem heutigen Morgen viel im Garten i»,Schatten gearbeitet. Das Wetter war köstlich, der Tag vollkom-men rein und schön. Er las im Rolli» de» Feldzug Aleranders.Mehrere Karten lagen vor ihm ausgebreitet. Er klagte darüber,daß Rollin dies ohne Geschmack, ohne Ansicht bearbeitet habe, stdaß man von den großen Absichten Aleranders nicht die inindcstcrichtige Idee erhalte, daß er Lust habe dies Stück umznarbei-tcn, u. s. w.
Gegen 5 Uhr begab ich mich zu ihm in den Garten. Er gingmit allen den übrigen spazieren. Als er mich von weitem erblickte,rief er mir z„. Kommen Sie, sagen Sie uns über einen Punkt,um den wir uns schon seit einer Stund-, gestritten haben, IhreMeinung."
Glauben Sie, daß ich nach meiner Anrückkunft von Waterloodas gesetzgebende Corps hätte entlassen, und ohne dasselbe Frank-reich retten können? — Rein, antwortete ich. Das gesetzgebendeCorps hätte sich nie freiwillig aufgelöst. Man hätte Gewalt an-wenden müssen, cs würde protestier und dadurch Skandal gegebenhaben DcrAwicspalt der somit in dessen Innern ausgebrochen wäre,würde sich in der Nation selbst wiederholt haben. Unterdessen wä-re der Feind angclangt, und Ew. Majestät hätten unterlegen, an-geklagt von den Feinden, angeklagt von uns selbst, vielleicht unter,der Last allgemeiner Verwünschung erliegend und mit demAnicheinenur ein Oberhaupt von Abenteuern und Gewaltthaten gewesen zuseyn. Statt dessen ist Ew. Mas. rein auS dem Untereinander ge-treten, und der Held einer Sache geblieben, die in den Herzenaller derer, welche sie für allgemeine Volkssachc hielten, ewig le-ben wird. Sie haben sich durch Ihre Mäßigung den schönsten Cha-rakter in der Geschichte erworben, wo Sie außer dem Gefahr lau-sen mußten, ein Schandfleck derselben zu werden. Sie verlorenihre vorige Macht, das ist wahr, aber Sie machten das MaasIhres Ruhmes voll!
„Das ist zum Theil auch meine Meinung, entgcgnetc der Kai-ser. Aber wird auch die sranzös. Nation gewißlich gerecht gegenmich sein? Wird sie mich nicht beschuldigen, ich habe sie verlassen?Die Geschichte wird entscheiden. Ich sulchte sie keineswegs, viel-mehr sordre ich sic auf."