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2 (1907) Geistliche - Bürger, 1
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Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.

als si das dan an inein fraucn und swigern gewvrben haben, darauf meinswiger lautier zu antwort geben hatt durch ir freund, das si der vertiguug nitgeraten well noch müg, nachdem und das dye Verschreibung iuhald. GenadigerHerr, auf das füg ich euren genaden zu wissen von mein und meiner haus-frauu wegen, das ich und si dye 15 guldein nit lenger* *) gehalten und weittervon unser nottdurft wegen umb 300 guldein verkanffen wellen nach inhaltungund lantt der Verschreibung, und Pitt darauff und Pegern ati eur genad, darobzu sein, damit meiner Hausfrauen die 15 guldein mit gericht gevertigt werden,als dann unser pries iuhald, das wir das amen anderen auch gevertigen mngennach inhald desselben briefs und nit weiter zu mü und schaden chomen. Daswellen wir mit allem sleiß tind willigen dienst umb eur genad verdienen.Will uns aber cur genad versichern, das mir und meiner hausfraun die300 guldein aus licchtmeß schicrstchomen werden, so wellen wir die vertiguugeuren genaden zu gefallen gern ansten lassen, lind umb das alles lass unseur genade ein geschriben antwort wissen mit dem Polen. Geben den mitigvor Michahel Anno 1455'°.

Matheis Senttlinger chzu Sulzmoß?)

(Adr.) Dem crwirdigeu in gott Vater und Herren, Herren Casparn, nbbtdes wirdigen gozhauß zu Tegernsee, meinem genadigen, liebelt Herrn.

25.

Thomas Kudokf zu München an denselben. München. 1455 September 30.

Er sei wegen einer Summe und gewisser Berschrcibungen, die noch unter Verschlug gehaltenwürden bis zur Einigung über die Ausfertigung, von Sentlinger im Interesse von dessen Gattin verklagtworden. Der Abt möge ihn von der Angelegenheit befreien.

München, Krcisarchiv. Ebenda. Or.

Mein willig, untertänig dienst. Genadiger, lieber Herr. Als euren genadenwol wissenlich ist, das mir Täfkircher von euren genaden und eurs bruderssäligcn kind wegen hundert guldein reinisch und auch brief hinder mich ver-flossen in ainem truhel gelegt hat, darzu er den slüssel behalten hat, zu den-

selben briescn eurs bruders säligcn Hausfrau mitsambt iren freunten iil das ob-geuant trühel auch bries gelegt hat, als lang bis ir euch der sachh von der

fertigung wegen geaynet hiet, das do geschehen sein solt vor Michaelis, als inan

mir zusagt: nn lass ich eur genad wissen, das mich der Sentlinger von seinerhausfraun wegen fürgenomen hat von der brief und gelz wegen und mahnt,das mit recht von mir ze bringen, des nun niu recht vergangen^) ist. Nil bitt

v Im Original zweimal geschrieben. °) Der Name eines uralten Münchener PatriziergcschlcchtsdaL aus dem nunmehrigen Vorort Sendling stammt. Sulzemoos, Pfds. in Obcrbaycrn, B.-A. Dachau.

*) vor sich gegangen.