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Deutsche Privatbriefe des Mittelalters.
Unde dat du gutliken wölbest danckeu van unser wegen unser leven snster Ilsen,diner husstauwen, unde ok unser leben snster Metten. Item nnse snster Alheitdancket dt sruntliken bor dat backen krud unde byddct dy, dat du or wölbestsenden eyn punt mandclen, unde se sranwct sik ok rede to den gnden kloben?)Unde nnse erwcrdige fsrauwe, de ebdische, send dy de 5 ferdyng'), de se dynoch schuldich is ban dem garsten?) Sc wel dat gerne myd di behvlden^), datsc dy möge echter tosprekenb), man se des behofs hat. Darumme betalet se dynu so dradest unde send dy 2 rinsche gülden unde eyneu fferding. Ok send sedy eyn Par koken, de schalt du myd diner leben huSfranwen nnde myd juwenleben kynderken ethen. Ock sind dar seS leppelkench, de schult juwe lebenkynderken hebben. Item is dar noch 2 Par koken, der schal nnse snster Metteneyne hebben unde de moddci?), de Wyttekoppesche. Hirmede sin gy dem lebengodde bebaken snnd unde stark to langen tyden unde hebbet bei gndcr nacht.
Aslheits et Elnt, juwe lebensnster.
(Adr.) Deine ersamen borchmester to Brunswick, unsem leven boten"'),Tilen Lntterdes knntliken^st gescreben.
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Lhristina Alndorffer und Tochter an den Akt La spar Aindorffer inTegernsee?') Salzburg. 1446 August 6.
Dankt für das übersandte Geld. Sie habe dasselbe nach seiner Anweisung für ihrer TöchterHochzeitskleidung verwendet. Das Geld habe aber nicht gereicht. Sie brauche noch 10 Gulden, diesie dringend bittet ihr zu leihen. Sie müsse sonst etwas verkaufen. Ihre zweite Tochter heirate baldeinen reichen Bürger, dann habe sie bei zwei reichen Schwiegersöhnen keine Hilfe mehr nötig.
München, Kreisarchiv. Kloster-Litteralien 730/21. Or.
Erwirdiger, genadiger, lieber Herr. Ich dankch eurn genaden gar treuleicheuer sudrung, dy mir enr genad erzaigt hat mit dem gelt, daz nur eur genadgeschikt hat. Und mir hat der Pot zuegesagt, eur genad Hab mir enpoten, ichstill meinen döchtcrn gewant ausnemen"), was sy sein bedvrffen zu der Hochzeit.
>) Klouwe (kla) Gebäck in Klauenform (halbmondförmig, mit eingeschnittenen Rändern). -) VierterTeil einer Münzeinheit (besonders der Mark). °>) Gerste. als Verpflichtung behalten, sich reservieren,b) später. ") Anspruch erheben, ü schnell. ^ Löfselchen. °) Or.: medder. ^°) Bezeichnung auch fürVerwandte, namentlich Brüder, w Soll doch wohl eher vruntliken heissen.
i-) Sluch die an geistliche Personen gerichteten Briefe sind in diese Abteilung init ausgenommen,zumal wenn sic, wie im obigen Falle, Gruppen bilden, die durch die Person des Adressaten znsammen-gehalten werden. Inhaltlich haben die obigen Briefe allerdings nicht den geringsten Bezug auf dengeistlichen Charakter der Adressaten. — Über den ungemein tüchtigen Rcformabt Kaspar Aindorffer existierteine gute Monographie von A. Wcssingcr, K. A., Abt in Tegernsee 1428—ILSI, ein Lebens- und Zeitbildnach den Quellen dargestcllt (Oberbaherisches Archiv f. vaterländische Geschichte, Bd. 42, S. 198—280). DerAbt entstammte einem Münchener Patrizicrgeschlccht. Bei seinem einschneidenden Reformwerk in derDisziplin usw. fand er eine mächtige Stütze an dem bayerischen Herzog Wilhelm III. und dem FreisingerGeneralvikar Johann Grünwalder. Er machte sich auch um Wissenschaft und Kunst sowie durch Her-stellung der nötigsten Gebäude u. a. verdient. Denn bei Übernahme seiner Regierung war das Klosterder Auslösung und dem Verfall nahe gewesen. >^) Kleider in einem Kaufladen answühlen.