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1 (1892) Die Technik der Glasmalerei
Entstehung
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mit Hülfe des Bleiknechtes, eines glatt gehobelten Holz- oder Knochen-stückes, oder mit der flach gehaltenen Klinge des Bleimessers nieder-gestrichen und fest an die Glasscheibe angedrückt. Hierauf werdendie Verbindungsstellen der Bleie verlöthet. Das Löthmaterial bestehtaus zwei Theilen Zinn und einem Theil Blei und ist der Bequemlichkeitund bessern Handhabung wegen in dünne, lange Stäbchen gegossen.Als Form für die Stäbchen dient eine etwa 3 U Meter lange, mit etwa6 — io Rinnen versehene eiserne Form. Der Löthkolben muss vor demGebrauch an seiner Spitze verzinnt werden. Dies geschieht durch Hin-und Herreiben des erhitzten Kolbens in einer gerauhten Blechtafel, inwelcher sich Zinn und Harz befindet. Es ist gut darauf zu achten, dassder Kolben den richtigen Hitzegrad hat; zu heiss: schmilzt das Blei,zu kalt: so wird die Verzinnung uneben und unschön.

Das Bleinetz wird an den KStearinöl bestrichen und dann verlötfertig, so wird das Feld vorsichtigumgewendet, und das oben beschrie-bene Verfahren vom Niederstreichender Bleiflügel an wird auch auf dieserSeite vorgenommen. Auf der äussernSeite wird dann das ganze Bleinetzverzinnt; dies geschieht, indem derGlaser mit dem Zinnstäbchen unddem Löthkolben die sännntlichenUmrisse verfolgt und das schmelzendeLöthmaterial gleichmässig über dieBleie vertheilt. Im Mittelalter wurdendie Bleie nur verlöthet, jedoch nichtverzinnt. Die Verzinnung gibt derVerbleiung lediglich ein besseresAnsehen; bei guter, kräftiger Ver-bleiung trägt das Verzinnen (nichtmit dem Verlöthen zu verwechseln!)nur wenig zur Besserung der Halt,barkeit bei; dem heutigen Gebrauchentsprechend werden auch in derhiesigen Anstalt alle bessern Arbeitenverzinnt, auf Verlangen auf beideiziren des Bleinetzes erwähnt, eine

npunkten behufs Bindung mitIst eine Seite der Verbleiung

Romanisches Fenster aus St. Kunibert in Köln.Nach Kolb.

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i Seiten. Noch sei hier das llron-aus Holland stammende Verirrung.

Ist das Feld fertig verbleit, wird es genau nachgemessen, ob dieMaasse mit der Zeichnung übereinstimmen.

Die Verbleiung muss sehr sorgfältig ausgeführt werden; verwickeltereSachen, wie Verbleiungen figürlicher Darstellungen, erfordern die