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1 (1892) Die Technik der Glasmalerei
Entstehung
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Punkte auf seiner Oberfläche oder am Rande mit der rauhen Spitzeeines harten Stahles, dann zeichneten sie die beabsichtigte Form mitKreide auf die Glasscheibe und fuhren diese Linie oder den Randeiner aufgelegten Schablone entlang von dem eingekerbten Punkte ausmit einem weissglühenden Bolzen leicht und rasch über das Glas weg.Den Rutschlinien des glühenden Bolzens entsprechend, brach das Glasund erhielt die bezweckte Form. Mit dem sogenannten Kr ö sei- oderRiefe leisen, einem mehrfach gezahnten Haken zum Glasbrechen,wie er heute noch in den Glaserwerkstättengebräuchlich ist, wurde sodann den abgesprengtenGlasstücken nachgeholfen, indem die Rändergleichsam abgenagt wurden. Statt des glühendenEisens bediente man sich auch der Sprengkohle.

c) Anwendung - des Diamanten inder Glaserei.

Erst in der zweiten Hälfte des 16. Jahr-hunderts kam man auf den Gedanken, sich desDiamanten zum Glasschneiden zu bedienen.

Ueber die Erfindung selbst gibt es zweiSagen, welche in Kürze erwähnt werden sollen.Nach der einen soll Louis de Bergues aus Brugesdiese Kunst zuerst in Betrieb gesetzt haben imJahre 1450; er soll gefunden haben, dass zweigegen einander geriebene Diamanten einanderritzten. Darauf habe er denselben Versuch mitdem Diamanten auf Glas gemacht. Seit dieserZeit sei ein an einem Stiel befestigter Diamantdas unentbehrlichste Werkzeug des Glasers.

Nach einer andern Lesart wurde

Grisailfenster mit eingefloch-tenen farbigen Streifen undRosetten aus der ehemaligenCistercicnser -Abteikirche Al-dcr tenberg bei Köln (14 Jahrh.);jetzt im k k Museum zu Wien.

Diamant zu Anfang des 16. Jahrhunderts ein- Nach Kolb,

geführt. Es heisst, König Franz I. habe zuerst

im Schlosse Chambord mit dem Diamantring, den er am Finger trug,in die Fensterscheiben Spottverse eingeritzt. Diese Spielerei soll zuerstden Gedanken an das Zerschneiden des Glases angeregt haben.

Der Glaser legt die Schablone auf das farbige Glasstück undschneidet nun dicht am Rande der Schablone entlang das Stück aus.Das Glas wird auf der glatten, beim Blasen innern, hohlen Seite ge-schnitten, also Ueberfangglas auf der dem Ueberfang entgegengesetztenSeite. Rosetten werden mit der Rundschneidemaschine geschnitten.

Wenn es nach dem Schneiden mit dem Diamanten nicht gleichgelingt, das Glas zu brechen, dann wende man nicht zu grosse Gewalt

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