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entgegen und sprach ihr Worte des Friedens unddes Trostes zu. Auf die rührende Bitte mehrerangesehener Frauen aus dem Hofstaate, ihre gefan-genen Männer und Brüder auszuliefern, antwor-tete er mit einer Thräns, gab sogleich Befehl znihrer Befreiung, und entließ sie mit kostbaren Ge-schenken. Den Hospitalitern, non deren menschen-freundlichen Anstalten er Kenntnis genommen, er-laubte er aus freien Stücken, sich noch ein ganzesJahr, bis zur völligen Genesung ihrer Kranken, inJerusalem aufzuhalten; denn auch als Feinde prieser ihren erhabenen Muth und ihre Menschenliebe.Ec wußte, daß nur das laue Benehmen KönigVeits und seine Übermacht sie in seine Fesseln ge-führt hatte.
Diese hatten mittlerweile in dem Zustande ih-rer Bedrängnis, so gut es sich thun ließ, ein Ka-pitel veranstaltet und waren zur Wahl eines neuenOberhauptes geschritten. Sie fiel dieses Mal nicht,wie gewöhnlich, auf den tapfersten und klügsten Or-densritter, sondern auf einen alten Mann, der sichblos durch den hohen Grad seiner Rechtlichkeit, durchdie kluge Einsicht seines Benehmens und jahrelangeErfahrung zu befähigen schien.
Ermengard von Aps (Daps)
1191 — 1192 .
An den heiligen Stätten, welche vor neunzigJahren durch die Tapferkeit Gottfrieds von Bouillonund seiner frommen Kampfgenossen von der schimpf-lichen Herrschaft der Muselmänner waren befreitworden, übten nun rohe Horden alle Gräuel des