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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
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tcrte vor ihrer Entscheidung, die Christenheit stauntesic an. Unter den Tapfersten glanzte Folko (Foul-ques) von Anjou, einer der größten Fcldherrn sei-nes Jahrhunderts. Ein natürlicher Sohn KönigPhilipps 1. von Frankreich, war er aus Gram überden Verlust seiner Gattin als Pilger nach Palä-stina gezogen und hatte sich durch seine kriegeri-schen Tugenden dem Könige so unentbehrlich ge-macht, daß dieser ihn nur höchst ungern wiederfortziehcn ließ, als ihn die Pflege seiner mutterlo-sen Kinder endlich zurück nach Frankreich rief. Nichtsvermochte Balduin über den Verlust dcS tapfernMannes zu beruhigen, nicht einmal die eidlicheVersicherung aus seinem Munde, daß er wieder-kchren wolle, sobald cs ihm seine Pflichten alsVater »erstatteten.

Doch che er dieses Gelübde in Erfüllung brin-gen konnte, beschäftigte sowohl das Morgen- alsdas Abendland eine neue unerwartete Erscheinung,welche ebcnsowie die Orden der Hospitaliter undMarianer ihr Dasein dem begeisternden Einflüsseder Menschenliebe und Religiosität aus die Gemü-ther der Menschen verdankte.

Acht französische Ritter, unter ihnen haupt-sächlich Hugo von Payens und Gottfried von St.Omer (St. Uldemar), zu denen im I. 1125 einneunter trat, verbanden sich zum Schutze der Pil-grime, ohne der ritterlichen Lebensart zu entsagen.Der Weg nämlich von der Secküste nach Jerusa-lem und von da nach dem Jordan war vielfachdurch sarazenische Horden gefährdet. Die Rittergaben aber ihrer Verbindung ebenfalls eine mönchi-sche Form, indem sie das Gelübde der Keuschheit,Armuth und des Gehorsams ablegten. Sie waren