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2 (1832) Geschichte des Johanniter-Ordens
Entstehung
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chem er den gesummten Orden nicht nur unter desReiches Schutz und Schirm nimmt, sondern alleMitglieder und Güter desselben von jeder Art vonSteuern, Dienstbarkeiten, Zöllen u. s. w. frei er-klärt. Durch dieses Beispiel aufgemuntert, bestätig-ten alle folgenden Kaiser jene Privilegien durch Ver-mehrung ihrer Huld, und Könige, Herzoge und Für-sten zeigten Ehrfurcht vor dem erhabenen Meisterdes Hospitals. Alle diese Schenkungen und Frei-heiten machten die Ritter frühzeitig übermüthig *).Einstimmig rühmen die Schriftsteller jener Zeit diebesondcrn Ehrenbezeigungen, womit im I. 1155der Kaiser Emanuel Komnenes Raymund du Puyzu Soria empfangen und bewirthet hat.

Auch der König Balduin von Jerusalem, der,rings von Barbaren und Sarazenen eingeschlossen,nichts so sehr als Beistand bedurfte, wurde auf dasangenehmste überrascht, als die tapfere Schaar derJohanniter-Ritter, unter der Fahne des edlen Ray-mund du Puy, vor dessen Throne erschien, zu sei-nem Dienst sich anzubietcn. Es galt die Verthci-digung von Tripolis und Edessa. Die Tapferkeitder Ritter entsprach ihrem Eifer für das Beste derChristenheit vollkommen. Nach einem langen, blu-tigen Widerstande räumten die Turkomanen dasFeld, und Balduin kehrte sieggekrönt in seine Haupt-stadt zurück. Doch schnell waren die Lorbern desSieges verwelkt. Statt die Früchte seiner Tätig-keit zu ärndten, sah sich der König genöthigt, aufsNeue zu den Waffen zu greifen. Balak, einer

*) Die geistlichen Privilegien des Johanniter-Ordenssind in der Bulle Anastasius IV.Oliristianae tillsireligio" cI6. XII. Oalencl. Xov. 1154. (bei ManstXXI. 7av.), zusammengefaßt.

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