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1 (1899) Fürsten und Magnaten, Edle und Ritter
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Deutsche! Privatbriefe des Mittelalters.

4SI.

Graf Otto von HenneLer^ an Markgraf Friedrich von lKrandonLurg.Ohne Ort. 1498 August 22.

Besserung seiner Kraiikhcit. Bitte um Jagdhunde.

Nürnberg, Krcisarchiv. Hemieb. Missiv. S. X R. stü Nr. 738 Prod. 86. Or.

Uunsere willige dinstc züvor. Hoichgcbovnncr fürste, geuediger herre. Wirfügen c. f. g. zü wissenu, das wir itztt Here ctzlichc zeythe initt sivcrcr krannckhcittbcladenu gewest seycnn, doch sich solichc vonn den geuadcnn des allmcchtigennzü besscrüug geivauutt re. Wvlltcnu ivir gerne nach solichcr krannckheitt ettwasergetzlichcitt süchenn, sonnderlich discr zeythe der brünffte mit gejägtt. Szo habcnnwir mitteler zeythe an unnsren jagshünden grossem! schaden genomen: ist unnservleyssig bitte, e. f. g. woltcnn nnns bcy discin unnserm pottcn ain seyll gütterjagshunde schickenn. Wvltenn ivir nmb c. f. g. mitt unnseren lviltigen dinstengevtysscn sein zü verdienen. Tatüm Mittwoch nach Bernhardt anno rc. 98^'.

Ott, vonn gottcs genaden gravennnd herre zü Henneverg.

(Adr.) Dem hoichgcbornnen fürsten nnnd Herren, Herren Fridrichen,marggraven zü Branndcntvürge.unnserm gencdigen Herren?)

498.

Herzogin Sidome von Dachsen an ihren Kohn, Herzog Georg vonDachsen. Ohne Ort und Jahr (1498 August 25)?)

Mahut ciudringlich zur Barmherzigkeit gegen einen Gefangenen und bezeigt ihre Unzufriedenheitmit seiner Entscheidung. Namengebung des neugeborenen Sohnes. Wünscht ein glückliches Wieder-sehen mit ihm und Herzog Heinrich.

Dresden, Hauptstaatsarchiv. Locat 8498. Or.

Herzallerlibster svn. Drin nntwürt aufs meyn jnngsts schreyben Hab ichmit allein ynhalt borlesen, aber gar ungern bornnmmen. Ten nachdem alswir alle gerne shcen, das uns barmherzickeyt von gut geschec, so schicken lviruns fast wcnigk darzii. Und fnricht, uns wirdt zu erzcit mit der ellen gemessenwerden, als wir unserem nächsten messen, und vorshcc mich, so eyner deynerrette an des gesfangcn stat sesse, er würd gcdcncken: „o, iveld sych ymant obirmich erbarmen und mir aus; dyser not hclfsen!" Lo uns den aufs crtreychsolicher gczivak wee thüt, wie wolt wirdt uns den der zwagk yn dem segcfenervor unser misetat thnn, so es wolt gerett! Got gebe, das dopcy bleybc und nichtcrger werdt! N(an sold gcdencken, das der alniechtige got allezeit seyn gcrechtickcytvormischt mit der barmherzickeyt, und sold nicht also gar schwind mit der straff

') Darauf antwortet Markgraf Friedrich am 30. August (Dnoltzpach am dvnrstag nach Bartholomeianuo :e. 98t": ebenda Prod. 87, Konzept), mehr als 30 seiner Hunde seien „wütet worden". Er habedarum schon anderwärts bei Freunden um Ersatz gebeten, jene zeigten aber „irnhalb auch menget an."Daher könne er dessen Bitte nicht erfüllen. „Gleichwol haben wir etwevil junger Hund von vast gutengezuckten auff die eloster geschickt: sobalde die jerig werden, wollen wir euch mit aincm sayl versehen."') Herzog Georgs Lohn Johannes wurde am 24. August 1498 geboren.