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1 (1899) Fürsten und Magnaten, Edle und Ritter
Entstehung
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SmkeiiunH.

ieDen k m ä l e r derdent s ch e n K ultu r g e s ch i ch t e," die mitder vorliegenden Sammlmcg von deutschen Privatbriefeu des Ncittelaltersbeginnen, sind dazu bestimmt, für die wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebietnationaler Kulturgeschichte eine umfassendere quellenmäßige Basis zu ge-ben, als sie bisher vorhanden gewesen ist, und das große, bisher unbenutzteeinschlägige Material der Forschung zugänglich zu machen. Sie geben sichzunächst noch als das Unternehmen eines Einzelnen, werden aber, wie ichhoffe, in nicht allzuferner Zeit auf eine feste und Planvolle Organisationgegründet werden können, ähnlich denjenigen, wie sie für wichtige Unter-nehmungen der politischen Geschichte wie der Archäologie des klassischenAltertums mehrfach bestehen. Wie ich mir die Aufgabe im einzelnendenke, welche Abteilungen cinzurichten und Welche Stoffgebiete zu bearbeitensind, habe ich im April dieses Jahres auf dem Historikertag in Nürnbergvorgetrageu. Meine Ausführungen sind in der Zeitschrift für Kultur-geschichte Bd. V S. 439 ff. abgedruckt, und ich muß umsomehr daraufverweisen, als etwas durchaus Feststehendes über das Unternehmen zurZeit eben noch nicht gesagt werden kann. Ich begnüge mich, den Anstoßzu demselben gegeben zu haben, und darf ans dem Sympathiebeschlnß, denjene Bersammlnng einstimmig gefaßt hat, vielleicht die Hoffnung schöpfen,daß der weitere Ausbau des Unternehmens auch bei den hierfür ausschlag-gebenden Persönlichkeiten das nötige Interesse finden wird.

Hier beschäftige ich mich daher ausführlicher nur mit dein zur Wirklich-keit gewordenen Anfang des geplanten Unternehmens, mit denDeutschenPrivatbriefeu des Mittelalters."

Der Gedanke zur Sammlung derselben kam mir bei den Vorarbeitenzu meinerGeschichte des deutschen Briefes," die ja ein bisher fast gänzlichvernachlässigtes Gebiet zu behandeln versuchte und zu meiner Freude allgemeineAnerkennung gefunden hat. Zn jenem Werk wurde nicht nur die gesamte,mir irgend zugängliche gedruckte Brieflitteratur politischer, litterarischer oderprivater Natur, sondern auch ein umfangreiches ungedrncktes Materialbenutzt. Und hierbei sah ich, ein wie großer und für die Kulturgeschichtewertvoller Gelvinn doch eben in den Privatbriefen steckt, und ein wie