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Fürsten und Magnaten.
475 .
"Kurfürst Friedrich von Sachsen an Herzog Magnus von Meckkenöurg.
Weimar. 1496 September 8.
Kann den gewünschten Hengst nicht senden.
Schwerin, Geh. nnd Hanptarchiv. (5hur-Sachscn vol. I. Or.
... Lieber oheim. Als euer lieb unns ytznnd umb einen starcken Hengst, nndcrLas gelygcr^s dienend, geschritten haben, haben wir Vernvmcn. Nnd wicwol wirgeneigt, ener lieb inn dem und merern zu willenfaren, so haben wir doch keinenHengst, domit wir euch ytzt vorscchcn inogen.... (Weimar, Donnerstag anunser lieben Frauen Tag nativitatis.)
476 .
Herzogin Sidonie von Sachsen an ihren Sohn, Herzog <6eorg vonSachsen. Ohne Ort und Jahr (1496 November 8).
Auf ihren Brief sei sic ohne Antwort geblieben. Bittet um schwarzen Damast. Sic bete für ihnbeständig. Er solle vor feiner Verheiratung beichten. Verbreitet sich darüber gcnaner.
Dresden, Hauptstaatsarchiv. Locat 8498. Or.
Herzalterlibstcr son. Du hast mir aufs mein nhest schreyben, das ich dirpey dem nechtcn botten, der mir das sehden gcrcth") brachte, sgethan,s kcyn antwilrtgethan: demselbingen nach bitt ich dych, meyn herzalterlibstcr son, so du des sammets,den ich doch fast gern hett, nicht gcrattcn^) meldest ader kondst, dil wollest mirdoch den schwarzen damaschkcn 15 eilen eher ye besser schicken und pey dyscmbothen und yn atlffs ehersten, als du kanst, domit fordern, als ich an zweyffelPin, du thun lvirdest. Das will ich umb dych auffs allerfreytitlichst vcrdinen. Auchals du dich yn meyn gebeth befilst, magstn mir sychcrlich glauben, das ich allesmein gebeth, seyn sey wenig ader^s lvievill seyn scy, so wirdt es alles gotdem almechtigen als voÜkumlich vor dych geuppsert, als vor mich: weld es ymder almcchtige got nur angencme lassen seyn! Herzallerlibster son, nachdem duweyst, so man das hochwirdig saeramcitt entpfaii will, pfligt man zuvor bcychtcn,auch reu und leyde umb dy siuid zu haben mit guttem vorsaz re., demselbingennach, so den dy ee auch eyn saerament ist und das höchste an^) der lcychnamunsers Hern, ist es zymlich und billich, auch seliclich, das du dych deyner snndcnmit warer reu und leuter beycht entladest, auch gntten vorsaz hast, deyn lebenzu bessern und also yn gutter meynüng/) got dem almechtigen zu eynem ctvigcnlobe, das hvchwirdige saerament der hcyligen ee an dych nemen und entpfahen,des ich an zlvcyffel pin, du es thiin lvirdest. Auch so du es thun kondest, meldestvon jogunt miss alle deyne snnd beychten und dich auf den briff von peyn undschult entpindcn lassen, werr fast sere gutt. So du ye von jogunt ausf nicht
') Die Erklärung von Gelcger als Stück des Pferdeschmuckes (Grimm, D. Wb. 4, I, 2 , 2955)genügt nicht. Eher kommt die Bedeutung: Gerüst, (Turnicrgerüst?) in Betracht. -) Fahrende Habe derFrau, weiblicher Schmuck und Putz, ^entbehren. Or.: ader ader. °) ohne, außer. v) Or.: meynüngmeynüng. ^ Jugend.
Steinh aasen, Deutsche Priuatbricfc des Aiittelalters. I.
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