Druckschrift 
7 (1823)
Entstehung
Seite
141
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Wer im Stande war, Napoleon bei seinen Ideen zu folge»m,d ihn zu fassen, der mußte in diesem Feldzüge alles an ihnclassic» finden. Bis jetzt hat man ihn im reißenden Fluge den Siegwiiigen und benutzen sehe». Nun erscheint er bei einem unvor-hergesehenen schrecklichen Ereignisse. Man erblickt ihn, wie er au-genblicklich ein großes Unglück in seinen Folgen hemmt und zu-gleich seine Masregeln nimmt, sich von Neuem den Sieg zusichern! Indem er für den Moment ans die bloße Defensive be-schränkt ist, schafft er sich schnell in der Lobaninsel, unmittelbarvor den Thoren Wiens, eine wahre französische Festung, die dasTerrain und den Strom beherrscht. Er will die Donau, derenzlnkhcn ihn betrogen haben, in Fesseln legen und alles dies; sollim Angesicht eines Feindes geschehn, der sich als Sieger ansschreicund dabei nicht daran denkt, Wunder zu hindern, welche er nichtahnen kann. Doch vielleicht ist er in gewisser Maaße zn entschul-digen. Selbst der Verfasser ruft bei dieser Steile seiner Schriftans: „Glücklich will ich diejenigen preißen, welche im Stande„>oami, diese Wunder des Genies zn erwache»!!!! — ES waren„nicht immer gerade die, welche ihm an: nächsten standen."

„Die ersten Ordres zn diesen! Zwecke, so fäbrt er fort, wer-ft,, gleich im ersten Augenblicke nach dem eingcrrcrenen Unglückegegeben und die Anstalten dann so schnell getroffen, daß schon 2 oderz Tage nach der Schlacht mehrere Ramme» auf den beiden großenDenanarnicn Grundpsähle cinschlagen, indessen die Bulletins, umden Feind zu täuschen, nur von einer Art von Staketcnwcrk spre-chen, wodurch man die Brander abhaltcn wolle. Noch an demnämlichen Tage bestimmt Napoleon an Ott und Stelle, indem ermit seinen, Stäbchen in den Sand zeichnet, welche We,ke denBrückenkopf der großen Brücke» bilden und die Lobaninsel zu ei-ner sichern Zuflucht machen sollen."

- Von diesen, Augenblicke an arbeitet jeder ohne Unterlaß; derChef ist aller Orten und die Soldaten sind uncrmüdct. Ihre Aus-dauer, ihr Eifer ist beispiellos. Gegen das Ende hin bedarf Na-poleon zu Ausführung seiner Pläne und um dem Feinde sich bes-ser zu verbergen einer kleinen vor Eßliug liegenden Insel, die fastmit den, User der Oesterreichcr zusammenhäugt. Die Generale desGcnickorpS und der Artillerie halte» den Angriff für beinah un-möglich. Doch Napoleon befiehlt und am Hellen Mittage setzt einAdjittand von Massen« mit iu-o Voltigeurs unter dem Feuer derganzen Oesterrcichischen Artillerie über die Donau, erreicht die In-A, verjagt den Feind, hält sich daselhst gegen alle Angriffe des-