Druckschrift 
7 (1823)
Entstehung
Seite
138
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wieder genommen wird. Nach dem Aerrcißen der Brücken >Mdieser Streit nichts als ein gräßliches nutzloses Gemetzel — aberdennoch durchaus nothn endig, um die Ehre dcS französischen Na-mens und selbst diesen Thcil des Heeres ans dem linken User desStromes zu retten, denn cs war nicht dran zn denken, währenddes Gefechts am Tage nnd in Gegenwart eines so zahlreiche,,Feindes über die schwache Pontonsbrücke znrnckgehen zu könne».Man mußte schlechterdings die Stacht erwarte» und bis da-hin dem Erzherzoge imponircn. Gegen Mittag endlich kam der

Feind ans den Gedanken, die kleine Insel hinter Aspern au;»-greifen, die nur durch einen schmalen von Wasser fast ganz ent-blößten Flußarm geschützt ist. Einige unsrer Posten — jedoch mnvon sehr geringer Aahl, — hielten diese kleine sehr buschige Inselbesetzt; sie werden znrückgeschlagen nnd nach der andern Seite ge-drängt. Die Eommunication zwischen Aspern und der Brücke wirdstark beschossen und die Gefahr steigt aufs Höchste. Wenn derFeind von dieser Seite mit Macht vorzicng, wenn er sich nur amUferrande der kleinen Insel hielt, so wurden die Truppen, welchesich zu Aspern befanden, im glücken genomiuc» und bei der Drü-cke zuruckgcschlagen, wir verloren eine halbe Stunde Terrain undLen Hauptstützpuult unsrer Stellung. Eiligst wurden zwei Piece»mit Kartätschen nach dieser Seite gewendet- Glücklicherweise lies-ber Feind der Brigade Bivicr Zeit hcrbeizukommcn: aber manbedurfte außer ihr auch noch die ganze Division Molitor, die schonbis auf einige hundert Man» zusamiuengeschmolzen war. Es ge-lang ihr, den Feind zurückzuhalten »ud dieses war nicht der klein-ste von alle den Diensten, welche Molitor an diesem schrecklichenLage leistete.

„Der Erzherzog hatte seine Linie neu gebildet, seine Batte-rien wieder hcrgestcllt und den Angriff auf Aspern und Eßlinzanderweit begonnen. Gegen letzteres läßt er 4 Grenadierbatailloiisvon der Reserve verrücken, die er endlich seiner Streitlüste nähergebracht hatte. Sie finden nicht mindern Widerstand. Die Divi-sion Boudet, welche zum Theil dorr in einem großen Gedöste cin-geschlossen ist, schlägt fünfmal mit der größten Tapferkeit dieStürmenden zurück. Die Ungarische» Grenadiers sind so schlechtangeführt, daß der Erzherzog hinzueilcn muß, um sie in der Ge-fcchtslinie fcstzuhalten.

„Inzwischen bereitet der Erzherzog Karl, um es auf alle,,Punkten seiner Stellung zu versuchen, einen furchtbaren Angrilfgegen das Zentrum der sranzösischen Armee vor. Wer in Krieg»-