Druckschrift 
7 (1823)
Entstehung
Seite
126
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Uibcrdlick, Krastauwendung, den rechten Gebrauch der Detache-»iienS das ganze Geheimnis großer Schlachten lernen, das in derWissenschaft besteht, wie man seine Massen zu rechter Zeit au«,dehnen und zusammen ziehen, wie man dieselben nach de» Erfor-dernissen des Terrains und der feindliche» Dispositionen dirigirensoll. Allein jene Manövres können nur zu Betrachtungen niezum Borbilde dienen, man muß sie studiren, nicht nachmachen.Wehe dem, der sich vornehmen wollte, etwas Aehnlichce auszu-sührcn. Er würde selbst bei analogen Verhältnissen Ehre midTruppen ausopfcrn. Wer es versuchen und glücklich vollbringenmöchte, müßte die Allgewalt deS Genies und der Kunst zu be-fehlen sich zu eigen gemachr haben und dabei auf die unbedingtesteErgebenheit seines Heeres rechnen können-

„Cs enthalten hiernächst diese Manöuvres eine sehr schätzba-re Lehre über euren höchst schwierige» Lheil der Kriegskunst. M«,,wird nämlich daraus lernen, wie man die Ausführung einer be-reits begonnenen Operation hemmen und die so sehr gerühmtenDortbcile der Initiative vcrcitlcn kann. Der Erzherzog war hin,als Napoleon ankam schon in völliger Operation. Wenn beidenGeneralen gleiche Kräfte zu Gebote gestanden hätten, so würdeder französische Feldherr sich beeilt haben.,über Dvnauwerlh undNcgenoburg nach dem linken Sihmiufer zu gelangen, die beidenBrückenköpfe zu besehen und sich zwischen Neustadl und Ncuburgzu vereinigen. Der Lstreichische Feldherr hätte dann lange manb-vrirt, ohne über die Donau zu gehen- Wochen und Monate wä-ren verflossen, ohne daß etwas geschehen seyn würde. Es hätteeinen Feldzug nach Dauns oder Moreaus Art gegeben. Ware»beide Feidherrn gleich groß, so hätte der Oestreichische seinen Zweckverfolgt, ohne sich von den Franzosen hindern, zu lasse» wäreüber das CorpS von Davvust hergesallcn und hätte es bis Re-gensburg geworfen. Dort hätte er cs dem Corps auf dem linteriUser entgegen, oder unter die Kanone» von Stadtamhof gcbrMund wenn die Stadt sich hielt, wäre er nach und nach mit seinenganzen Massen über das Centrnm und den linken Flügel der fran-zösischen Armee hergefallen, was ihm aber nichr viel gekoster ha-ben wurde. Man muß dann vorausseyen, daß Napoleon gegeneinen Feind dieser Art mit minderer Kühnheit manovrirt hätte,denn er sagte ja schon zu Ansange seiner militärischen Laufbahn.„Zum Kriegsuhren gehört ein eigner Takt. Vor Al-„lem muß man wissen, gegen wen und mit wem man zu tbun„hat." Der Erzherzog wußte cs sehr gut.