Nun galt cs bloS noch die Zahl und Beschaffenheit unsrerSchiffe. Trotz aller Verluste war die erstre doch noch beträcht-lich. und der Kaiser rechnete darauf, jährlich -c, bis -5 bauen zukönnen. Die Ausrüstungen wären denn auch nach diesem NkuuS-stabc besorgt worden, und in 4 bis 6 Jahren hatte er aufoo»Linienschiffe, ja vielleicht in weniger als io Jahren auf o«o,wenn das nöthig gewesen wäre, rechnen können. Und was galtdieser Zeitraum gegen den imnierwährendcn oder doch lebensläng-lichen Krieg, der uns geschworen war? Unterdessen würden dieAngelegenheiten des Continents sich geordnet haben. Er wäre ganzin unser Sostem eingegangen, der Kaiser hätte den größten Lhcilseiner Truppen an die Knstcn beordert, uni dann in dieser Ver-fassung drauf rechnen können, den entscheidenden Streich zu fuh-rt n Alle Hülfsqucllcn beider Nationen wären dann anfgebotc»worden, und wir hätten, wie er hoffte, entweder unsre Feindedurch moralische Kraft unterwerfen oder durch unsre materielleStärke erdrücken können.
Der Kaiser hatte für die Marine mehrere neue Pläne in,Sinne und wollte einen Theil seiner Taktik des Festlands auf sieübertragen. Er zog seine Defensiv - und Offensiv-Linie von CapFinisterre bis an die Mündung der Elbe. Dann hätte er drei Floktenal'-thcilungcn mit drei Oberadmirälcn gehabt, so wie man Armcr-corps mit ihren Odcrgeneralen hatte. Die des Centrums hätte,ihr Hauptquartier zu Brest, die des rechten Flügels zu Antwer-pen, die des linken, zu Brest gehabt. Zn Nochesort, Fervl, amTepcl und den Elbmündungcn hätten, als den äußersten Flügel»kleinere Abtheilungen gestanden, um den Feind zu umgehen midin die Flanken zu nehmen. Zahlreiche Zwischensiationen vereintenalle diese Punkte, und mittelst einer Tclegraphenlinic an der Kiisiehin wären die Obcrzcncrale so gut wie überall gegenwärtig ge-west n und hätten das große Ganze in steter Verbindung gehalten.
Welche Parthci würden aber die Engländer während unsrerVorbereitungen und unsers fortschreitenden Anwachsens ergriffenhaben? Hätten sie ferner unsre Häfen blokirt? Dann hätten wirdas Vergnügen gehabt, zu sehn, wie sie ihre Kreuzer hätten ver-stärken müssen; wir würden sic haben >uo und Schiffe hcr-zubringcu scheu, die jeden Lag an unsre» Küsten den Zufälle» derStürme, den Gefahren der Klippen, allem Uibel der Witterungausgesctzt gewesen wären, und uns dagegen alle Hoffnung zuglücklichen Erfolgen dargebotcn hätten, wenn natürliche Ereignisseoder Fehler der Admirale irgend eine unerwartete Katastrophe her-