Druckschrift 
6 (1823)
Entstehung
Seite
123
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Alles beim Alten. Die Minister, auf welche der Prinz stets sosehr geschimpft hatte, behielten ihre Stellen, und seine alten, lieben,lhcnren, immer so sehr geschmeichelten Freunde — verfehlten ihren

Zweck- ^

„Die Opposition machte großen Lärm; aber man antworteterecht artig, daß, alS der böse Prinz von WalliS ein großer Königgeworden sey, es sein erster Regierungsakt gewesen wäre, seineUmgebung sorczuschicken. Das konnte recht spaohaft seyn, eö waraber keineswcgcs passend. Denn die trefflichsten Männer im ganzenReiche standen damals an der Spitze der Opposition — waren weitdavon entfernt, Fallt affe, oder sonst schlechte Subjekte der Artzu seyn, und zeigten von diesem Augenblicke an eine entscheidendeAbneigung gegen den Prinzen. Die einen wollten ihn nicht mehrsehen, andere schlugen seine Einladungen aus, oder wiesen jede An-näherung zurück, welche man suchte. Man erzählt jedoch von Ei-nem, der in der Folge sich erlaubte, einem Mittagsmahle im häuslichenKreise bei dem Prinzen beizmvohnen. Letzterer suchte bei dieserGelegenheit seine immer so siegreiche Ueberredungsgabe hervor, ummit gewohnter, höchst freundlicher Art ihm zu beweisen, daß ernicht anders habe handeln können, und bat jenen endlich, ihm dochzu sagen, was denn nun eigentlich seine alten Freunde ihm Schuldgeben könnten. Da benutzte denn der Gast, dem das Herz vollwar, diesen Moment, ihm ohne Schonung sein ganzes Unrechtvorzuhalten, und zwar mit solcher Wärme, daß die PrinzessinCharlotte, die sich an der Tafel befand, und vielleicht ins Geheimmir dem Gaste einerlei Meinung war, in Thränen ausbrach. LordByron, der am andern Tage diese Scene erfuhr, verewigte siedurch einige Verse, welche Aufsehen machren.

„Beweine, Königstochter! war darinnen gesagt, beweine deinesVaters Vergehungen! Möchte doch jede dieser Thränen eine seinerSünden auslöschen. Möchte vor Allem das englische Volk, das Indeinem Schmerze seine glückliche Zukunft erkennt, jede dieser Zährenmit einem Lächeln vergelten *).

*) Seit meiner Rückkehr nach Frankreich habe ich mir jene Verse im Ori-ginale zu verschaffen gesucht. Wenn meine Ueberscyung einigermaßendavon verschieden ist, so kbmmt cs daher, daß ich i» Sr. Helena sieaus dem Gedächtniß schöpfte. Hier ist das Gedicht selbst:

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tLli, I,spp/l ik eacli reue ok rinneOouici vraeli a lLtber's Ruit avrav.