Druckschrift 
6 (1823)
Entstehung
Seite
119
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kon Nebenumständru, die ick, da Ich darüber keine Gewißheit habe,nicht Nachreden möchte. Aber die Hauptsache schien allgemein alürichtig angenommen zu werden. Freilich lieS sic der Prinz späterhinim Parlament durch daS Organ der Opposition für unwahr erklären,m,d folglich muß man es glauben.

„Bei alle dem weiß ich aber auö dem Munde eines nahenVerwandten fener angeblichen Gemahlin, daß es dennoch seine Rich-tigkeit damit hatte. 2ck habe selbst gehört, wie dieser bei derfeierlichen Vermählung dcS Prinzen Feuer und Flammen spie, unddrohecc, daß er schon Rache an ihm nehmen wolle. Es blieb daher,i» streitiger Punkt, der unvermeidlich, nach der Farbe der Parthci,bald so, bald anders angesehen wurde, indem die eine hartnäckigdas Bestehen dieser Verbindung behauptete, die andere sie eben sodeftig abläugnete. Vielleicht lies sich die Sache am besten ausglci«wen, wenn man sagte, daß die angebliche Gemahlin (MadameFitz Herbere,) weil sie katholisch war, vor dem Gesetz nicht seineGemahlin scyn konnte, und mithin diese Ehe für den Thronerbendurchaus null war. 2ch habe übrigens Madame Fitz Herbert oftin Gesellschaft gesehen. An ihrem Wagen war des Prinzen Wap-pen und ihre Leute trugen deS Prinzen Livree. Sie war viel älterals er, jedoch schön und liebenswürdig, hatte Charakter, und besaßein etwas unverträgliches Wesen, wodurch sie oft mit demPrinzen in Streit gerieth, so daß, wie man sagte, zwischen ihnenScencn entstanden, die einer Person so hohen Ranges eben nichtwürdig waren. Bei einem der letztem Vorfälle dieser Art hatteMadame Fitz Herbert, wie man behaupten wollte, dem Prinzenhartnäckig die Thüre verschlossen, und Pitt war so geschickt gewe-sen, die Gelegenheit zu benutzen, um seine Einwilligung zu derVerbindung mit der Prinzessin von Braunschweig zu erlangen. —Aber halten Sie ein, sagte der Kaiser, das geht viel zu geschwind,Sie vergessen, was mir wichtiger ist. Unter welchen Aussichtentrat der Prinz von WalliS in die Welt? Welche Farbe schien seinePolitik zu haben? — wie er mit der Opposition zu stehen? :c. —Sire, er erschien im Publikum mit allen Dortheilen eines gutenAeussern, mit allen Vorzügen des Körpers und des Geistes, undwurde daher auch mit allgemeinem Enthusiasmus ausgenommen.Aber er entfaltete bald jene Neigungen und Handlungsweise, diein der Mitte des lehtern Jahrhunderts zu der Nolle eines großenHerrn nach der Mode zu gehören schienen. Man bemerkte anihm wüthende Spielsucht, mit dem, was daraus entsteht, Aus.schweisungen im Essen und Trinken, sammt ihren Folgen, und be-sonders eine Umgebung, welche durch die allgemeine Meinung zumgrößten Theil verworfen ward. Jetzt verschlossen sich Ihm die edlem