Druckschrift 
6 (1823)
Entstehung
Seite
118
Einzelbild herunterladen
 

Brille. Was wir an dem ersten Tage unsrer Emigration geszg,!hatten, das nämliche sagten wir noch am letzten unscrs Exils. Mi,giengen auch nicht um einen Schritt vorwärts, waren Pöbel gm«,den, und blieben Pöbel. Pitt war unser -Orakel, waö er, B„ikl,Windham und die Wüthendstcn seiner Seite sprachen, das w,„herrlich, was seine Gegner erwiedertcn, abscheulich. Fox, Schm,dan, Gray galten in unfern Augen nur für schändliche 2acobiner, .wir haben sie niemals anders genannt. — Das ist gut, sagte duKaiser, aber erzählen sie weiter von Georg lir.

„Dieser tugendhafte Fürst liebte daS Privatleben und die Land,wirthschast über Alles. Er widmete seine Freiheit von Geschäftender Pflege eines kleinen Landguts einige Meilen von London. Erkam nur in die Hauptstadt, um seine regelmäßigen Levers zu Hai-ten, oder zu den außerordentlichen, durch die Verhältnisse erfotdu.ten Sitzungen seines Raths. Sobald er aber nur konnte, gieng rrnach seinen Feldern zurück, wo er ganz prunklos, und — so pfleg»er selbst zu sagen — wie ein ehrlicher Pachter lebte. Mdie 2ntriguen betraf, so blieben sie in der Stadt, um die Minister, jund unter sich selbst zurück.

„Georg III. hatte vielen häuslichen Kummer. Seine Schweflnwar jene Mathilde, Königin von Dänemark, deren Geschichte ein 'so unglücklicher Roman ist. Seine beiden Brüder machten ihmdurch ihre Heirathen mancherlei Verdruß, und zudem hatte er nichtUrsache, mit seinem ältesten Sohne zufrieden zu scyn.

„Die beiden Brüder Georgs lii. waren die Herzoge von Cum,berland und Glocester. Den letztem habe ich im engem Kreisesehr gut kennen lernen. Er war der würdigste, der bravste, derredlichste Edelmann In ganz England. Beide waren, nach demGeiste der brittischen Verfassung, nur vornehme Privatleute, undhatten mit den Geschäften gar nichts zu thun. Nun kam es zuden Ohren deü Königs, daß der eine von ihnen sich an eine Per»son aus dem Privatstande vermählt habe, oder doch vermahlenwerde. DaS war ein großes Vergehen in seinen Augen; er selbsthatte so große Opfer gebracht, um cs sich nicht zu Schulden kommenzu lassen. Er war daher sehr ausgebracht, und als er nun eineBotschaft an das Parlament sendet, um denjenigen seiner Brüderanzuklagen, der sich in dieser Art vergangen hat, so erfährt erauf einmal, daß der andere nach Calais ausgetreten ist, um einGleiches zu erklären. ES war einmal ein unglückliches Verhäng«niß, eine wahre Epidemie, denn man sprach überall davon, daßauch der Thronerbe sich heimlich verheirathct habe. — Wie, sagteder Kaiser, der Prinz von Wallis!? — 2a Sire, er selbst. 2c<dcrmann erzählte von dieser Heirath. und zwar mit einer Menge