ihn z» besuchen, und ihm viel zu lachen gegeben. „Als er ttsch.ren habe, daß ich nicht wohl scy, erzählte der Kaiser, hättensich vorgcnommen, über mich wie über seine Beute herzufallen, undmir sogleich eine Medizin zu verordnen, — mir, der ich im ganze»Leben noch nie etwas eingenommen zu haben mich erinnere."
ES war schon über sieben Uhr, da sagte der Kaiser, wer nochHunger fühle, sey nicht sehr krank. Er verlangte etwas zu essen,und man brachte ihm ein Huhn, das er vortrefflich fand. Er be- -fand sich besser darauf, sprach nun viel, und lies mehrere stanz-,fische Romane die Musterung pafsircn. Er harte fast den ganze»Tag im Gil-Blas gelesen, und sagte, er finde ihn sehr geistreich,doch habe er sammt allen den Seinigen die Galcerenstrafe verdientDann durchlief er eine chronologische Sammlung, und verweilt!bei des General Bizanet schöner Affaire von Berg-op-zoom. „M,für herrliche Thaeen, sprach er, werden in den Verwirrungen unft.rer Unglücksfälle untergehen, oder selbst in der großen Mengede. 'rer, die wir vollbrachten, sich verlieren. Die Waffenthacen von ^Berg-op-zoom gehören hieher. Die für diesen Platz erforderlicheGarnison betrug vielleicht 8 bis loooo Mann, und doch warennicht mehr als 270» an streilsähigcr Mannschaft darinn. Ein ^englischer General schleicht nun, begünstigt von der Nacht undeinem Einverständniß mit den Bürgern, sich mit 4800 auserlesenenLeuten ein. Sie sind schon in der Stadt, die Bürgerschaft haltcs mit ihnen, aber nichts besiegt die französische Tapferkeit! Manschlagt sich Verzweifelten gleich in den Straßen, und fast sämiul-liche englische Truppen werden geködcet oder gefangen. Das wardoch, so schloß der Kaiser, eine wackere That! Der General Bi>zanet ist brav!"
2a, cs ist allerdings wahr, was der Kaiser bemerkte, daß inunfern letzten Momenten eine Menge von Großthaten, von merk«würdigen geschichtlichen Zügen in der Unruhe unsrer Widerwärtig,keilen, dem Schlunde unsrer Unglücksfälle verloren gegangen sind.
Dahin gehört die außerordentliche und merkwürdige Vertheidi»gung von Hühningcn durch den unerschrockenen Barbanegre.
Ferner die glänzende Expedition des braven Excel mann inVersailles, die so höchst bedeutende Folgen haben konnte, wenn siewie es vorher beschlossen war, unterstützt worden wäre, so wie eineMenge anderer. Aber diese herrlichen Züge haben in jenen enk>scheidenden Momenten noch ungleich mehr den Reihen des Heeresselbst, als dessen vorzüglichsten Anführern Ehre gemacht. Es wäre wohlschön gewesen, wenn man in einer so bedenklichen Krisis, in einer sofurchtbaren Katastrophe bei unfern ersten Generalen, jene Kühnheit,jene glänzenden Waffenthacen bemerkt hätte, die den Anfang unse«