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5 (1823)
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gehalten hatte, war entfernt. Man überlieS sich in Rom de, igrößten Verschwendung und verschleuderte das ganze Mobiliar ldes Vatikans, raubte überall die Gemälde und andere seltne Ge« !genstände und machte das Land so unwillig, daß dieses nun auch > !den Unwillen der Armee erregte. Sie empörte sich gegen ihre Ge- 'nerale, welche sie anklagte, und dieser Ausstand der Soldaten, den iman nur mit der größten Mühe stillte, wurde höchst gefährlich, ^Man glaubte mit Grund, daß sie durch neapolitanische, englisch,und östreichische Agenten ausgereizt wurden.

V. Dritter Vorfall. — Bernadette war zum Ambassa-deur in Wien ernannt worden. Diese Wahl war nicht gu,.

Ein General konnte einem so oft besiegten Volke nicht angenehmseyn; man hätte eine Person vom Civilstande senden sollen. Abuvon diesen hatte das Direktorium nur Wenige zur Disposition, oder tsie waren gar zu unbekannt, oder zu entsernt. Wie dem nun seyn kmochte — Bernadotte war damals von einem sehr reizbaren CH». irakter und begieng große Fehler bei seiner Ambassade. Eines Ta,ges lies er, ohne daß man wußte warum? die dreifarbige Fahneauf seinem Hause aufpflanzen. Viele glauben, daß er dazu aushinterlistige Weise von Agenten verleitet wurde, welche -Oestrcich .in Verlegenheiten bringen wollten. Das Volk, welches die nämli-chen Agenten bearbeiteten, war plötzlich im Aufstand, riß die Fahne ^herab und insultirte Bernadotte.

Das Direktorium lies sofort in seiner Wmh den Generalvon Italien zu sich einladen , um seinen Einfluß auf die allge-meine Meinung für sich zu gewinnen uud theilce demselben eineBotschaft an die ConseilS mit, nach welcher man -Oestreich denKrieg erklärte, so wie ein Dekret an ihn selbst, worinnen ihmdas Kommando der Armee von Teutschland übertragen wurde. Er ^theilte jedoch keineswegs die Ansichten des Direktoriums. „Wenn .Sie, sagte er, den Krieg wollten, mußten Sie, ganz abgesehenvon dem Vorfall mit Bernadotte, sich darauf vorbereiten; Siedurften Ihre Truppen nicht in der Schweiz, in dem mittäglichenItalien und an dem Gestade des -Oceanö verwenden; Siedurften nicht den Plan proklamiren, daß mandie Armee auf 1 00000 Mann reduciren wolle.Dies letztere Projekt ist freilich noch nicht ausgesührt, aber es istbekannt worden und hat die Armee entmuthigt. Diese Maasrc-geln haben bewiesen, daß Sie auf den Frieden rechneten. Verna- idotte hat eigentlich Unrecht, und indem Sie den Krieg erklären,spielen Sie Englands Spiel. Man muß die Politik des WienerKabinetts gar nicht kennen, wenn man glaubt, daß es Sie bclei-