geknickt. Die vorhandenen Schiffe, ohngefähr 12 von 61 Kauo«
! „en, eben so viel Fregatten und kleinere Fahrzeuge» werden lnöge«spinnt equipirt und nach Toulon geschickt.
!> Korfu war einer der wichtigsten Punkte der venetianischen Re-il publik. Der General Gentill, der nämliche, der mit der Wie«- dcreinnahme von Korsika beauftragt gewesen war, wurde mitss vier Bataillonen und einigen Kompagnien Artillerie dorthin geschickt.Eine aus venetianischen Schiffen gebildete EScadre nahm Besitz vondiesem Platz, dem wahren Schlüssel des adriacischen Meeres, so^ wie von sechs andern jonischen Inseln, Zante, Certgo, Cepha-ji lonicn w.
Pezzaro und seine Freunde traf die allgemeine Erbitterung.^ Man beschuldigte sie, die Republik dadurch ins Verderben gebracht^ zu haben, daß sie deren Loos in -Oestreichö Hände legten. Sieretteten sich aus Venedig und nahmen ihre Zuflucht nach Wien.Bataglia bedauerte aufrichtig den Verlust seines Vaterlandes. Schonlange Seit tadelte er das beobachtete Verfahren. Er sah die ein«getretene Katastrophe nur zu gut voraus und starb kurz nachher.
h X. Revolution aus dem ganzen Festlande — So-fort nach Erlassung des Lagsbcfehls, welcher Venedig den Krieg«»kündigte, erhob sich das ganze Festland gegen die Hauptstadt,i Jede Stadt proklamirce ihre Unabhängigkeit und bildere eine be-sondere Regierung. Bergamo, Brescia, Padua, Vicenza, Bassano,i Mine, waren alSbald eben so viele Republiken. Nach eben diesemf System waren die Cispadanische und Transpadanische Republik ent-! standen. Uebcrall nahm man die Grundsätze der französischen Re-! volution an. Man zog die Klöster ein, man setzte die Natio-! naldomainen fest, man unterdrückte die Feudalvorrechte. Eine AuS«^ wähl des Adels und der größer» Gutsbesitzer traten in Husaren-und Ehassenrseekadroncn unter der Benennung von Ehrengardenzusammen; die niederen Klaffen bildeten die Bataillone der Natio-nalgarden. Man bestimmte die Nationalfarben Italiens und ver-bündete sich.
Bei aller Wachsamkeit des französischen Generals, Misbräuchenund Vergeudungen vorzubeugen, war es doch damit jetzt schlimmerals in jeder andern Epoche des italiänischen Krieges. Das Landwar zwischen zwei sehr aufgereizte Parthcien gctheilt, die Leiden-schaften waren heftiger und die Ausschweifungen kühner.
Nach der Uebcrgabe von Verona wurde das Leihhaus die-ser Stadt, welches einen Reichthum von 7 bis 8 Millionen besaß,bestohlen. Der Äriegskommissair Bouquet und ein Husarenobrister,Andrieux, waren der Verübung dieser abscheulichen Thar angeklagr