Marionen gegen die venetianischen Nobili sowohl im Gespräch Min Druckschriften. Ueberall enthüllte man auf eine beißende Andie Ungerechtigkeit ihrer Oberherrschaft. Wo ist das Recht Denndigs, sagte man, über unsere Städte zu gebieten? — Sind wi,minder brav, minder klug, minder reich? — Mögen verschiede«!Provinzen einen Monarchen anerkennen, der in einer Hauptstadtwohnt; das ist begreiflich, weil diese Provinzen und die Hauptstadtin gleichen Verhältnissen in seinen Augen stehen, sie alle einemund demselben Rechte unterworfen und durch dasselbe auf gleich,Weise begünstigt sind. Aber hier, wo der venetianische Nobile sichdie Oberherrschaft über uns — die wir doch wohl eben so Wwcrth sind als er — ausschließcnd anmaßt, ist das ein unermg.liches, ein höchst empörendes Mißverhältnis L
Don der andern Seite war der Stolz der Senatoren höchst K< Plcidigt, da Unkerlhanen, welche seit Jahrhunderten ihren Dorsahm ^unterworfen gewesen waren, den ungeheuren Unterschied vergäße«,;der sie von einander trennte. Sie vernachlässigten nichts, um dichzu ihrer Pflicht zurückzübringen; sie vermehrten die Aushebung vo«Sklavoniern, bedrohten sie mit den Fortschritten der Oestreicher,nannten sie Jakobiner, verbreiteren die beunruhigendsten Gerücht!gegen die Franzosen — und so lies sich eine gewaltige Erschöllt-rung mit Sicherheit Voraussagen.
Bataglia milderte in seinen Berichten an den Senat das li«>recht der Brescianer und eben so in den Augen der letztem dr«Zorn des Senats und die Aeußerungen seines Unwillens. Jmimrversöhnend, hörce er nicht auf, den französischen General in seine«vielfachen Verhältnissen mit ihm für die Republik zu gewinnen zusuchen. Indessen war er zu aufgeklärt, um nicht zu begreifen,daß es ganz unmöglich sey, so heftig gegen einander aufgereijte!'Leidenschaften auf gütliche Weise zum Schweigen zu bringen.
v. Schwierigkeiten bei den venetianischen An- ^gelegenheiten. Der sranzösische General dachte lange über denZustand der Dinge nach. Es schien ihm ganz unmöglich, du!Millionen der Unordnung und der Anarchie preisgegebener Menschenin seinem Rücken zu lassen. Er hatte nicht mehr Einfluß auf dieFreunde Frankreichs, als auf den Senat selbst. Er konnte erstenwohl verhindern, das und jenes zu thun: aber er konnte sienicht abhalten, zu sprechen, zu schreiben und bei einer Menge voneinzelnen Gegenständen der Verwaltung, die er garnicht kannte, den Senat persönlich zu reizen. Und doch mußte ereine Parthic ergreifen. Brescia und Bergamo entwaffnen, sichgänzlich für den Senat erklären, alle Neuerer ächten, die Kerker