zngcsendct wurden, ließen ihn wohl cinsehen, daß FosearcllI nicht» der rechte Mann für diese Verhältnisse sey, und da er glaubte,„ daß Bacaglia Napoleon angenehmer seyn möchte» so schickte mani, diesen als Gencralprovcditore aller Provinzen jenseits der Etsch. Da»war ein geschmeidiger, unterrichteter, feiner, der Republik treu er«, -gebner und dem alten Frankreich sehr geneigter Mann — der daS,, republikanische Frankreich wenigstens Lestrcich vorzog. Nach und,> „ach breitete sich das KriegSthealcr über das ganze venetianischei, Gebiet aus; aber es waren immer die Destreichcr, die dabei denAnfang machten. Veaulieu besetzte zuerst Pcöchicra,i. Verona; Wurmser warf sich zuerst nach Bassano und giengi, ^ zuerst durch Vieenza uud Padua; Alvinzi und spater auch der Erz«Herzog Karl drangen in das Friaul, nach Palma«Nova und biS andie östlichen Grenzen der Republik vor.
i, rv. Fakt Ionen zu Brescia, Bergamo und Verona., Inzwischen herrschte auf dem ganzen Fcstlandc eine große Bcwe«u zMvg; die Unzufriedenheit verbreitete sich mit schnellen Schritten,n »Zu den natürlichen, in der Verfassung Venedigs gegründeten Ursa«ch chen gesellte sich nun die Gemeinschaft mit den Franzosen, das>, ^Anziehende ihrer neuen Meinungen und die Bewunderung, welchei> die Niederlagen Wurmscrs, so wie die über Alvinzi erlangten Vor-a -theile einflösten. Man betrachtete Italien allgemein als fürj -Üestrcich verloren und glaubte, daß dessen Vertreibung denz> iLcurz der Aristokratie nach sich ziehen müsse. Der französische
General suchte immerfort, diese innere Bewegung zu mildern. Als>t, .er von Tolentino znrnckkam, ganz mit seinem Vorhaben, aus,Äien loszu gehen, beschäftigt, richtete er seine vorzüglichste^Aufmerksamkeit auf die Maasrcgeln, die zu ergreifen seyn möchten,Min» wahrend seiner Abwesenheit Unruhen in Italien zu verhindern.„ jlöie venctianischcn Staaten siöstcn ihm die meiste Besorgniß ein;i M Erbitterung war dort immer im Zunehmen, in Brescia und^Bergamo der Ausbruch der Revolution schon sehr nahe. Die Fe«u zuaroli, die M.irtinengi, die Lecchi, die Alessandri standen hierbei-z - au der Spitze und sie gehörten zu den ersten, den reichsten Fami«,u ? lien. Schon übten diese beiden Scädce unter der Benennung Mu«if 'inzipalität eine Art vsn Unabhängigkeit auS. Sie waren im Besitz>t pbcr öffentlichen Kassen, dispcnirten über die Einkünfte, ernannte»r ft» den Acnicern — lind ivcmr der Löwe des heiligen Markus nochi« -dort zu sehen war, so hatte man das mehr als eine Nachgiebigkeit
j, iu den Wille» des französischen Generals zu betrachten, alö daß>c cs ein Zeichen des Gehorsams gegen die venetianische Herrschaftit. rcwcscn wäre. Ucberali vernahm man bittere und heftige Della-