Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
Seite
105
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Mrd mit Kanonenschüssen empfangen. Man wollte mit dem Plah»kommandanken parlemenlircn, aber er schlug es ab. Napoleonqing jetzt mit der Division Serrurier ab, und nahm den Weg nachMontefalcone bis zu dem Punkte, wo das linke Ufer des Flussesaufhört, das rechte zu beherrschen. Eine Brücke zu schlagen, hätteZeit gekostet; der Direktor des Brückenbaues, -Oberster Andreossi,sprang zuerst in den Fluß, um seine Tiefe zu untersuchen; dieKolonnen folgten seinem Beispiel, und der Ucbcrgang, wobei manmit dem halben Leibe im Wasser war, wurde bei einem schwachenBeschießen aus kleinem Gewehr von zwei Bataillons Croacen, dieauseinander gejagt wurden, glücklich vollbracht. Es war 1 UhrNachmittags; man wendete sich links, erstieg die Höhen und mar«schirte bis Gradiska, wo man um 5 Uhr ankam. Die Stadt sahsich auf diese Art plötzlich umringt, und dominirt. Die DivisionSerrurier war um so schneller vorgerückt, als auf dem rechten Uferein lebhaftes Gewehrfcuer gehört wurde, wo Bernadette im Gefechtwar. Dieser General hatte die Unklughcit begangen, den Platzmit Sturm nehmen zu wollen, und sich zurückschlagen lassen, wobeier ohne Noch 4 bis 500 Mann verlor. Dieser übermäßige Eiferwurde einigermaßen durch die Begierde der Truppen von derSambre und Maas gerechtfertigt, weiche sich auszcichnen, und ausedlem Wetteifer früher, als die alren Truppen der Armee von Zta«lien, in Gradiska sei)» wollten. AlS jetzt der Gouverneur sah,daß der Uebergang über den 2sonzo schon bewerkstelliget und dieHöhen ringsum besetzt seyen, eapitulirce er, und gab sich mit mch»reren Regimentern und vielen Kanonen gefangen. Das Haupt»quartier verfügte sich am zweiten Tage darauf nach Görtz, die Di»Vision Bernadotte nach Laibach, der General Dugua nahm mit1000 Pferden Besitz von Triest. Von Görtz ging die Di«Vision Serrurier den 2sonzo hinauf, um den General Guyeux zuunterstützen, und zu Tarvis die Heerstraße von Kärnthen zu errei»chen. Der General Guyeux harte nach der Schlacht am Taglia«mento seinen Weg nach Üdine und Cividale genommen, und wardabei auf die Heerstraße am Zsonzo zu Caporetto gekommen.Dort hatte er den ganzen Tag über sich mit dem Hauptkorps deSErzherzog Karl, das, um Tarvis zu gewinnen, die nämliche Straßegenommen hatte, lebhaft geschlagen, ihm viele Leute gctödtet, undeine große Zahl von Gefangenen gemacht. Der österreichische Ge»neral hatte eine Arricregarde an der venetianischen Klause gelassen,und war in der Hoffnung, den Erzherzog Karl noch dort zu sin-dcn, nach Tarvis gegangen. Aber Massen« war schon seit zweiTagen daselbst, und nun wurde er von diesem von vorn und vonGuyeux im Rücken angegriffen. Die Stellung an der vcnetianl-