Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
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genug hielt, auf die Hauptstadt loszugehcn, nur für Triest,j den Mittelpunkt der Seeausrüstuugcn Oesterreichs, fürchtete, oderendlich, daß er noch keine» festen Entschluß gefaßt hatte, und durchden Tagliamcnto gedeckt, einige Tage zu gewinnen hoffte, die hin-i reichend gewesen waren, einer Grenadierdivision, welche schon in! Klagenfurt angekoimuen war, Zeit zu lassen, die Massen« gegenübers stehende Division zu verstärken.

' Die Kanonade begann von einem Ufer zum andern. Die leichte' Reiterei machte mehrere Angriffe durch das Flußbett. Als deri.Obergeneral den Feind zu gut vorbereitet sah, lies er seine Solda-l tcn die Waffen niederlegen und bivouakiren. Dadurch ward deröstrrreichische General getäuscht. Er glaubte, die französische Armee,iivelche die ganze Nacht hindurch marschirt war, fasse»Posto, und zog sich also auch zurück, um seine Vivouaks wiederr zu beziehen. Zwei Stunden aber nachher, als in beiden Lagernj alles still geworden war, ergriffen die Franzosen plötzlich ihre Waffen!!! wieder,.und Duphot stürzte sich an der Spitze des 27stcn leichteni s Regiments, welches die Avantgarde von Guyeux bildete, so wie> Murat an der Spitze des 15ten leichten Regiments, als die Avant-l garde Bernadotces, jeder von seiner Division unterstützt, indem» jede Brigade eine Linie bildete, und an Serruricr gelehnt,nachmarschierend die Reserve ansmachtcn, in den Fluß. Der Feindlies zu den Waffen, aber schon waren alle unsere Truppen inschönster Ordnung hinüber, und standen in Schlachtordnung ausdem linken Ufer. Nun begann Kanonen- und Kleingewehrfcuervon allen Seiten. Beim ersten Kanonenschuß führte Massen« seinBorrücken nach St. Daniele aus. Er fand geringen Widerstand,und bemächtigte sich Osogo'S, dieses Schlüssels der Ponleba, wel-chen der Feind sehlerhafterweise vernachlässigt hatte, und kam soder österreichischen Armee zuvor, schnitt die Division, welche ihmgegenüber gestanden hatte, gänzlich ab, und verfolgte sie bis andie Brücke von Casasola, indem er sie immer nach Kärnthen hin-warf. Der Erzherzog Karl gab nun den Sieg auf. Nach mehr-! ständigem Gefechte und mehrern Infanterie- und Kavalerieangriffenzog er sich zurück, und hintcrlies uns Gefangene und Feldstücke.

vi. Plan des Rückzugs des Erzherzogs Karl. DerErzherzog Karl konnte sich nicht mehr gegen die Ponteba hin ausder Straße von St. Daniele und Osogo zurückziehen,weil diese Massena im Besitz hatte. Er entschloß sich also, mitdem größten Thcile seiner Armee zu Tarvis, über Udine,Eividale, Caporecco und die österreichische Klause wieder auf dieseHeerstraße zu kommen. Eine seiner Divisionen beorderte er links über