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zu unterhandeln, und der französische General b,schließt, ihn dazu zu zwingen. — Vor und nach d„Wegnahme von Mantua waren dem Wiener Hose mancherlei ftiid,liche Eröffnungen gemacht worden, die jedoch stetä fruchtlos bliebe»,Der General Clarke wurde von Paris, mit einem Briese des Di-rektoriums und mit Vollmacht, die Friedens-Präliminarien zuhandeln und abzuschließcn, an den Kaiser von Deutschland geschielt,Zu Vicenza harte vor der Schlacht bei Rivoli eine Consercn; zwische»Clarke und dem Baron von Saint-Vincent, einem Adjutante»deö Kaisers, statt gehabt. Dieser letztere sagte hierbei, dchsein Herr die französische Republik nicht anerkenne, und sichFriedensbedinguugen ohne Concurrcnz seines Alliirten, nämlich E»g>lands, nicht einlasscn könne. Nach der Uebergabe von Maul»,machte Clarke einen zweiten Versuch. Er ging nach Florenz u»)sprach daselbst den Großhcrzog, erhielt aber die nämliche AntwortDer französische General war wegen Italien unbesorgt, und bi,schloß daher, die Oesterreichcr biö jenseits der Iulischen Alpt»zurückzuwersen, sie an der Donau und an der Murr zu verfolgt»,über den Sömmering zu gehen, und den Kaiser von Oesterreich j»zwingen, den Frieden In Wien zu unterzeichnen. So weit auch,hend auch der Plan war, schien doch daS Gelingen gewiß, i,»dder französische General versprach seiner Regierung den Frieden nochim llause des Sommers.
Die italienische Armee war noch nie so schön gewesen, nie sozahlreich, nie in so herrlichem Zustande. Sie bestand in 8 Divi-sionen Infanterie, mit 6000 Pferden, und hatte 150 wohlbc«spannte Kanonen. Die Truppen waren gut gekleidet und beschuhet,wohl genährt, richtig bezahlt und hatten alte Soldaten, nebst treff-lichen Offizieren. Dies Heer von ohngefähr 60000 Mann konntealles wagen.
Seit Mantuas Besitz bedrohete die französische Armee dieErbstaaten Oesterreichs selbst; ihre Vorposten standen aus denGrenzen. Die französischen Heere vom Rhein und von der Sau»bre und Maas hingegen, welche ihre Winterquartiere am linkenUfer des Rheins hielten, waren 100 Stunden entfernt, und durchdie verschiedenen deutschen Staaten davon getrennt. Die italie-nische Armee stand etwa 180, die Rheinarmce hingegen, so wiedie Sambre- und Maasarmce 200 Stunden von Wien. Erstenzog daher die ganze Aufmerksamkeit des Wietier Hofes auf sich. DerErzherzog Karl, der in den früher» Feldzügen Vortheile errungenhatte, wurde mit einer Verstärkung von 40000 Mann, der bestenTruppen der Monarchie, an die Piave geschickt.