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Ihren Berichten, eben solcher Acusserungen halber, die man jedochganz falsch vorgekragcn hae, wurde die Prinzessin Dolgorucki sehrsidcl von mir behandelt. Ich habe ihr damals den Befehl gege»bcn, Frankreich zu verlassen; wir hielten sie für schlecht, »nd nunsieht man wohl,'daß wir im Irrlhum waren. Die Maltressc
von M. de L.. die er damals noch nicht zu seiner Frau
gemacht harre, trug viel dazu bei, unS den Russen zu entfremden."
Der Kaiser bemerkte, daß er, nach der Rückkehr von Elba, wcnl«ger verlegen gewesen seyn würde, Gesellschaft zu finden. „Sie warsogar schon durch die Damen, welche ich meine Wiccwen zunennen pflegte, gebildet: die Herzogin von Istrien, die Frauvon Duroc, die Frau von Register, Legrand und alle die andernWitwen meiner ersten Generale. Ich sagte den Prinzessinnen, welchemich fragten, wie sie ihren Hof nun wieder bilden sollten, sie möchtennur meinem Beispiel folgen. Nichts war ja natürlicher, nichts schs«ner und sittlicher. Sie waren noch schön und doch schon in dergroßen Welt gewesen. ES befanden sich darunter mehrere, die sogarsehr reizend und liebenswürdig genannt zu werden verdienten. DieMehresten werden nun unglücklich seyn; viele, sagt man, verheirachensich wieder und verändern ihren Namen *), so daß von so vielerGröße und Reichthum, wozu ich den Grund gelegt haice, wohl Alles,selbst bis auf den Namen verschwinden wird. Wenn dem so ist, wirdman durch sie selbst freilich Gelegenheit zu der Bemerkung finden, daßdaS Radikalübcl in der von mir getroffenen Wahl liege. — Daswäre aber um so schlimmer für sic, weil sie auf diese Weise sich denInsolenzen der alten Aristokratie preiSgeben und ihr einen Triumphbereiten würden."
Wir erinnerten ihn jetzt abermals an daS Ausreiten und beharrtendarauf, weil wir wissen , daß eö seine Gesundheit fordert — aber eswar nichts mit ihm anzufangen. „Hier ist gut seyn, sagte er, laßtuns hier drei Hütten bauen." Wir kamen, bei dem nun fortgesetztenPlaudern, auf die Vorstadt Saint-Gcrmain, auf das Hoicl de Luynes,daS er die Hauptstadt davon nannte, und dann erzählte er von demExil der Frau von Chevreuse. Er harte sie oft gewarnt und, wie erversicherte, großen Unrechts, wahrer Insolenzen halber. Es war dm-mit aufs Acußerste gekommen und nun sagte er ihr eines Tages.„Madame! Nach Ihren Maximen und Fcudalansichten betrachten Siesich auf Ihren Gütern alS unbeschränkte Gebieterin. Gut! ich binnach diesen Ihren Grundsätzen der unbeschränkte Gebieter von Frank«
") Man hatte dem Kaiser gesagt, daß drei ober vier der ausgezeichnet,stcn von diesen Wtttwcn sich wieder verl'cirathct hätten, wag ,ed> evnngegrundet ist.