merk», daß auch Lesterreich sich aus Furcht, nicht mehr gegenRußlands Unternehmungen einen nothwendigen Stützpunkt zu ha-ben, dagegen setzen müsse, und erwähnte überdies, daß es vielleichtdem Könige von Rom nützlich werden, und sich seiner dabei be»dienen könne. Darauf ergcgnete der Kaiser: 2a, als DrohungSin-strument vielleicht, aber nie als Gegenstand des Wohlwollens.Dazu haben sie zu viel Furcht vor ihm. Der König von Romwürde der Mann des Volks, er würde der Mann Italiens seyn.Vielleicht läßt ihn die österreichische Politik nicht einmal am Leben,unter seinem Großvater jedoch geschieht das nie, denn der ist einehrlicher Mann, aber er wird nicht ewig leben. -Oder wenn dieSittlichkeit unsrer Zeit ein solches Verbrechen ja nicht erlaubensollte, werden sie seine Gcistesfähigkeiten zu vernachlässigen suchen,sie werden sie abstumpfen; und wenn er ja dem physischen undmoralischen Morde entgehen sollte, wenn seine Mutter, wenn dieNatur ihn aus allen diesen Gefahren dennoch rettet, dann! . . . .dann! . . . wiederholte er mehrercmale, als ob er den rechtenAusdruck suchte — dann — ja, wie dann? — Denn wer kanndas Schicksal irgend eines Erdenbürgers vorausbestimmen!"
Nun kam der Kaiser wieder auf England, und schloß damit,daß diesem Staate allein an Frankreichs Zerstörung wahrhaft gele»gen sey. Und nun fing er bei seiner Gcistesfülle und Beweglich-keit an, die verschiedenen Plane durchzugehen, die es zu diesemZwecke ausführen könnte. Es müsse, sagte er, die Niederlandenicht zu groß werden lassen, denn außerdem werde ihm Antwerpeneben so furchtbar werden, wie es bereits unter französischer Bot-mäßigkeit war; es müsse die Bourbons im Mittelpunkte mit etwa8 bis 10 Millionen Unterthanen lassen, und sie mit Fürsten, Her»zögen oder Königen der Normandie, Bretagne, Aquitaniens undder Provence umgeben, dergestalt, daß Cherburg, Brest, die Ga-ronne und das mittelländische Meer sich in verschiedenen Händenbefänden. Dadurch würde, sagte er, die französische Monarchieum viele Jahrhunderte zurückschreitcn, das Regiment der erstenCapets wieder anfangen, und den Bourbons mehrere Jahrhunderteneuer peinlicher und mühevoller Anstrengungen zu Thcil werden.„Glücklicherweise jedoch, bemerkte der Kaiser, würde England, umbis dahin zu gelangen, unübersteigliche Schwierigkeiten zu besiegenhaben, nämlich die Gleichheit der Eincheilung des Grund und Bo-dens in Departements, die Aehnlichkeit der Sprache, die Einheitder Sitten, die Allgemeinheit des Gesetzbuchs, den gleich verbrei-teten Einfluß der Lizecn, und den Ruhm und Glanz, den ichFrankreich hintcrließ. Dies sind eben so viele unauflösliche Bande,eben so viele wahrhaft nationcllc Einrichtungen. Bei diesen zer»