72
Noch einmal in Marly scy bei einer wilden Schweinsjagdganz! Begleitung in Flucht, wahrhaft in den Zustand einer zu,sprengten Armee gerakhen. Nur er habe mit Soult und Berthiugegen drei ungeheure Eber, die sie mir den Hauern wüthend an-gegriffen, Stand gehalten. „Wir brachten sie alle drei, sagten,richtig um, der meine kam mir doch aber gewaltig nahe, und hauemich fast um den Finger gebracht, wie Sie hier sehen." 2n dnThat fand sich am letzten Gelenke des verletzten Fingers der linkenHand eine tüchtige Schramme. „DaS Lächerlichste aber dabei,schloß der Kaiser, war dies, die Menge Menschen von allen ihrenHunde» umgeben zu sehen, welche sich sämmclich hinter den dreiHelden verbargen, und aus vollem Halse schrieen: Helft dem Kai-ser, rettet den Kaiser, zum Kaiser Herl! Kein Mensch kam ab»vorwärts u. s. w."
Freitags am 24. März.
Der Kaiser fuhr heut blos aus und zwar in der Kalesche. Un-sere Spazierfahrt währte beinahe anderthalb Stunden. Wir fuhrenlangsam, und siengen noch einmal von vorn an. Der Kaisersprach von Politik. Unsre Lektüre in den neusten Zeitschriften, dieseit 3 Tagen angekommen waren, bot den Stoff dazu dar.
2n Frankreich nahm die Auswanderung der Patrioten reißendUeberhand, und man schien sie dadurch, daß man jener Güter nichteinzog, begünstigen zu wollen, u. s. w.
Der Kaiser glaubte bei den Debatten des englischen Parle-rnentS den Gedanken einer Theilung Frankreichs im Hintergründezu sehen, und war außer sich darüber. „Jedes wahrhaft franzö-sische Herz, sagte er, muß darüber in Verzweiflung gerochen, einezahllose Majorität auf vaterländischem Boden muß die Dualen desheftigsten Schmerzes empfinden. Ach, rief er aus, warum bin ichnicht schon in einer Spähre jenseic dieses Erdballs! Warum steheich nicht auf einem wahrhaft freien und unabhängigen Boden, womich kein Verdacht eines äußern Einflusses treffen kennte! Wiewollte ich die Welt in Staunen setzen I 2ch würde einen Ausrufan dir Franzosen richten, ich würde ihnen zurufen: Zhr geht unter,wenn ihr nicht einig seyd; das verhaßte, anmaaßende Auslandwird euch zerstückeln, vernichten. Erhebt euch Franzosen, bildetum jeden Preis ein Ganzes, vereint euch, wenn cs scyn mußselbst mit den Bourbons; denn das Dascyn des Vaterlan-des, sein Heil geht über alles andere." ^
Immer glaubte er jedoch noch, daß Rußland sich gegen dieseTheilung setzen werde. Es müsse dadurch die Vergrößerung undVerbrüderung Deutschlands gegen sich fürchten. Jemand bc«