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5 (1823)
Entstehung
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Grunde eines gegenseitigen Kontrakts bet «nS, nach welchem beideTheile auf Ein Jahr verbindlich waren. Allein wir haben keinen An.spruch an das gemeine Recht. Der Gouverneur sagte, daß der Ad-miral sie schlechterdings fordre und der Admiral, daß er sie lassenwürde, wenn der Gouverneur cs wolle. Man gab uns Soldaten anihrer Stelle, nahm sie wieder weg, schickte sie von Neuem, nahm undgab sie nochmals, ohne daß wir klug daraus werden konnten, was dasvorstellen solle? —

Als ich mich bei dem Kaiser befand und man das Diner erwartete,kam das Gespräch auf das Etablissement der Madam Campan, diePersonen, welche darinnen erzogen worden sind, daö glückliche Loos,das der Kaiser mehreren von ihnen bereitet hat, und er blieb dannbesonders bei Stephanie de BeauharnaiS stehen, welchePrinzessin von Baden und, wie er sagte, von ihm sehr geliebt ward.Er kam hierbei auf eine Menge einzelner Umstände.

Die Großherzogin Stephanie von Baden hatte schon als Kind ihreMutter verloren und war durch diese der Pflege einer Engländerin,deren vertrauter Freundin, übergeben worden. Da diese sehr reichund kinderlos war, so hatte sie das Mädchen gewissermaßen adoptirtund ihre Erziehung alten Nonnen im mittäglichen Frankreich, ichglaube zu Montauban, übertragen.

Napoleon horte, noch als Erster Konsul, einst Josephinen, mitder sie verwandt war, diesen Umstand erwähnen. „Wie können Sie,rief er aus, so etwas zulassen? Jemand Ihres Namens einer Frem-den, einer Engländerin, die jetzt unsre Feindin ist, zur Last! Glau-ben Sie denn nicht, daß Ihr Andenken darunter eines Tages leidenwird?" Und sogleich ward ein Courier abgeschickt, um das Kind indie Tuilerien zurückzubringen. Die Nonnen wollten es aber nichthergeben. Napoleon war dies höchst unangenehm; er zog also dienölhigen Erkundigungen ein, verschaffte sich die gehörigen Vollmach-ten , und nicht lange, so ward ein zweiter Courier an den Präfekt desDrts gesendet, um im Namen des Gesetzes sich auf der Stelle derjungen Beauharnais zu bemächtigen.

So waren damals, den Zeitumständcn gemäö, gewisse Erziehungs-anstalten, und Meinungen beschaffen, welche sie zu erregen suchten, daßdie kleine Stephanie sehr betrübt sey, daß sie fort mußte, und den,der sich ihren Verbündeten nennte, und ihr Wohllhäter werden wollte,nicht ohne Schrecken sehe. Man brachce sie zu Madam Campan nach^ Saint Germain und gab ihr die besten Lehrer. Auch trat sie mitdem höchsten Glanze der Schönheit, Anmuth des Geistes und der Tu-genden aus dieser Anstalt.

Der Kaiser nahm sie zur Tochter an und vermählte sie mit dem.Erbprinzen von Baden. Einige Jahre lang war diese Verbindung