Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
Seite
46
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ist das Valle llicciirn des Anfängers wie des Meisters, des El,lehrten wie des Weltmanns.

Auch war der Absatz davon unermeßlich, und ich glaube, daßnie ein Werk einen solchen gehabt habe. Als er erschien, betrugendie Unterzeichnungen darauf täglich über zwei bis dreihundert Louis-dor. So lange ich mich selbst damit beschäftigte, konnte ich dieEinnahme davon jährlich zu wenigstens 80,000 Franks anschlagen.Er hatte mich in der That wohlhabend gemacht. Ich besitze keinanderes Vermögen. Die Revolution hatte mir mein väterliche-Erbthcil geraubt, und da ich, um wieder ins Vaterland zurückkeb-reu zu können, geschworen hatte, darauf zu verzichten, konnte ichseitdem weiter keine Ansprüche daran machen.

In der Buchhändlerwelt hatte mir mein Werk einen Ruf gr-gründet, der im Nothfalle eben so viel wertst war, als ein wirk-liches Vermögen. Mehr als einmal sind Buchhändler zu mir ge-kommen, und haben mir zwei bis dreihundert Louisd'or angeboren,um bereits ganz fertige Werke nur zu billigen, und meinen Namendarunter setzen zu lassen. Sie wunderten sich sehr darüber, daßich es stets ausschlug. Hierbei erfuhr ich, daß die Verleger in derHauptstadt cs so zu halten pflegten. Ein Schriftsteller von Rufkann damit Wucher treiben, cs macht einen Theil seines Vermögensaus, er legt es auf hohe Zinsen an, ohne irgend ein Risiko vonaußen, es wird ein wesentlicher Artikel in seinem Einnahme-Budjek.

In mehrern Editionen sind von dem Atlas bereits 8 bis 10,000Abdrücke erschienen, die mehr als 8 biS SOO,ooo Franken, viel-leicht mehr als eine Million in Umlauf gebracht haben. 300,000davon sind reiner Ueberschuß, und in meinen Händen. Darausallein besteht mein Vermögen, indem ich nichts besitze, was ichnicht durch den Atlas verdient hätte, und nicht noch in diesemWerke stecke. Bei meiner Abreise standen noch 150,000 Frankendavon in guten und bösen Schulden aus, und über 200,000 Fran-ken waren in guten Werken vorrärhig, die ich dagegen eingetauschthatte, und die zu Lieferungen für 1000 Thalcr vereinzelt und inentfernte Länder geschickt, mit der Zeit mir sichre Einkünfte ver-sprachen. Unglücklicherweise kann ich jetzt von allen dem glänzen-den Gewinn nur auf bas, was ich bereits besitze, rechnen, dasUebrige steht nun zu gewagt, als daß ich es nicht für verlorenansehen müßte. Niemand ist mit meinen Geschäften hinreichendbekannt, ich habe nicht Zeit gehabt, jemand damit zu beauftragen,das Detail derselben ist zu umfassend, zu verbreitet, zu verschieden,um von hier aus den Faden dazu darreichen zu können. Die schongemachten Vorschüsse veralten, die Gläubiger sterben, ziehen weg