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> Eoncubine seyn? Wann» wollte man denn diesen Unglücklichendas Recht rauben, unter dem ehrenwcrchen Titel gesetzlicher Ehe«
' teure beisammen zu leben?
' „Wenn daö Gesetz der Frau verstattec, dem Manne zu folgen,
' ohne ihr den Namen der Gattin zu lassen, so verstattec es den
' Ehebruch.
' „Die bürgerliche Gesellschaft ist bei der Verurtheilung hinläng«
' lich gerächt, wenn der Schuldige seines Vermögens beraubt, von
' seinen Freunden getrennt, aus seinen Gewohnheiten gerissen wird,
- soll man die Strafe auch noch bis auf sein Weib erstrecken, und
^ mit Gewalt ein Band zerstören, das ihr Dasein mit dem Dasein
k ihres Mannes ln eins verwebte? Sie wird Ihnen sagen: Besser
> ist es, ihm das Leben zu nehmen, dann kann mir doch sein An-denken noch lheuer seyn, aber sie befehlen, daß er leben — daß
' ich ihn jedoch nicht trösten soll! Ach wie viel Männer werden
> nur aus Schwäche gegen ihre Weiber schuldig! So möge cs
t denn auch denen, die ihr Unglück verursacht haben, erlaubt seyn,
r eS zu theilen, und dadurch zu lindern. Wenn eine Frau dieser
' Pflicht nachkommt, so achten Sie ihre Tugend, und gleichwohl
? erkennen Sie keinen Unterschied zwischen ihr und dem schändlichen
^ Wesen, das sich der Verachtung Preis giebt w. rc." Man könnte
/ Bücher schreiben von dergleichen Reden.
' Als ich im Jahre 1815, nach der Restauration, mit Herrn^ Bettrand de Molleville, dem alten Marine-Minister Ludwigs des
xvi., einem sehr fähigen und in mehr als einer Rücksicht sehr
> ausgezeichneten Manne sprach, sagte er zu mir: „Ihr Buonaparte
" ward rin außerordentlicher Mann, das muß man gestehen. Wie
^ weit waren wir davon entfernt, ihn dort über den Waffen zu ken«
f neu! Seine Siege, seine Eroberungen waren allerdings klar am
> Tage, das ist schon richtig, aber Genserich, Attila, Allarich haben
i das auch gekonnt. Und bei alledem blieb mir immer davon mehr der
> Eindruck des Schreckens als das Gefühl der Bewunderung. Aber
» seitdem ich hier bin, habe ich die Nase in die Diskussionen über
das Civilgesetzbuch gesteckt, und von diesem Augenblicke an bin ichk von der tiefsten Verehrung für ihn durchdrungen. Aber wo Teufel
e hatte er nur das Alles gelernt? — Und seitdem entdecke ich jeden
r Tag etwas Neues. Ach, mein Herr, was für einen Mann hatten^ Sie da. Wahrhaftig er war ein Wunder seiner Zeit!"
* Um 5 Uhr nahm der Kaiser den Capitain Vowen von der
' Fregatte la Salcete an, welcher morgen abreisr. Er war sehr Huld«
? reich gegen ihn, und sagte demselben, als das Gespräch auf den
r Lord St. Vincent kam, von welchem jener versicherte, daß er sein
* Gönner sey: „Sie werden ihn also sehen. Nun wohl so trag ich