Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
Seite
23
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Fünfzig Mitgliedern bestehenden Klasse erschien, konnte er sich etwaalS den Zehnten betrachten. Lagrange, Laplace, Monge standen ander Spitze. ES war ein merkwürdiger Anblick, fügte er hinzu, eineSache von der man in allen Gesellschaften sprach, den jungen Ge»neral der Armee von Italien in den Reihen des Instituts zu sehen,wie er öffentlich mit seinen Kollegen tiefgelehrte und ganz metaphy-sische Gegenstände diSkmirte. Man nannte Ihn damals den Feld-messer der Schlachten, den Mechanik» S des Sieges u. s. w.

Als Napoleon Erster Konsul geworden war, machte er eben sogroßes Aufsehen im Staatsrathe. Er präsidirte unablässig in denSitzungen wegen Fertigung des CivilgesetzbuchS. „Tronchet warhierbei die Seele — sagre er — und 'er, Napoleon, der Ausleger.Tronchet war ein Mann, der überaus tief und richtig dachte; aberer gieng schnell darüber hin, wenn es gleichwohl darauf ankam, seineIdeen zu entwickeln — er sprach sehr schlecht und verstand nicht, sichzu vercheidigen. Der ganze Rath, sagte der Kaiser, war immergegen seine Satze, aber er, Napoleon, nahm, mit seinem lebhaftenGeiste und seiner großen Leichtigkeit neue und lichtvolle Beziehungenaufzunnden und zu schaffen, das Wort, entwickelte, ohne irgend eineandere Kenmniß von der Materie zu haben, als die richtigen Basen,welche Tronchet ausgestellt hatte, dessen Begriffe, begegnete den Ein-würfen und vereinigte alle Welt.

In der That enthalten die Protokolle des ScaacSrachS die münd-lichen Aeußerungen des ersten Konsuls über die mehresten Artikel desCivilgesetzbuchS. Bei jeder Zeile erstaunt man über die Richtigkeitseiner Bemerkungen, die Tiefe seiner Einsicht und besonders über dieLiberalität seiner Gesinnungen.

So verdankte man ihm, bei allem Widerspruch, welcher dagegenerhoben wurde, den Grundsatz: Jedes Individuum, daö inFrankreich geboren wird, ist Franzos. „Ich frage docheinen Jeden, sagte er, warum eö nicht für einen Franzosen anerkanntwerden sollte. Es kann ja nur Vorcheil bringen, die französischenCivilgesetze so weit als möglich zu erstrecken. Also — anstatt zu be-stimmen , daß «in Individuum, das in Frankreich zur Welt gekommenist und einen fremden Vater hat, der französischen Rechte nicht eherchcilhaftig werden solle, als bis es erklärt habe, daß eS den Genuß der-selben verlange — sollte man lieber festsetzen, daß es derselben nichteher beraubt werden dürfe, als bis eS ihnen förmlich entsagt habe.Wollte man diejenigen, welche in Frankreich geboren, aber von einemfremden Vater erzeugt worden sind, nicht für Franzosen mit allenRechten derselben ansehcn, so könnte man auch die Söhne dieserFremden, die sich in Folge der KricgSereignisse in Frankreich verhcira-