Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
Seite
17
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n gemeinen Beifalls. Am auffallendsten sei ihm die Rohheit derSitten bei jener Vollkommenheit der Begriffe. Man sehe die Hel»U den ihr Vieh schlachten und es von ihnen mit eigner Hand zube-ir reiten und wie dann ebendieselben Reden hielten, mit einer seltenene, Beredsamkeit und großer Bildung des Geistes.

>. Der Kaiser behielt mich zum Diner, „obschon, so sagte er,Sie vielleicht besser thätcn, an der Marschallstafei zu speisen, denn!i bei mir können Sie Hungers sterben."

> „Sire, antwortete ich, es ist gewiß, daß sie sehr schlecht be-n dient sind; aber dennoch ziehe ich dieses Schlechte allem An-

e Hern vor."

t Er halte den Tag über an Kopfweh gelitten. Wir klagen Allen darüber. 2ch bedauerte sehr, daß er nicht ausgegangen sei; es!. war sehr schönes Wetter gewesen.

t Nach der Tafel ließ er jedermann eintreten und behielt uns. bis 10 Uhr bei sich.

< Mittwochs am 8cen Mai.

^ Der Kaiser verließ sein Zimmer um 5 Uhr, um eine Spazier-fahrt in der Kalesche zu machen. Nach seiner Rückkunft nahm ermehrere Engländer an, und richtete, wie gewöhnlich, eine MengeFragen an dieselben. Sie sind auf dem Cornwall gekommen, dernach China seegelt und auf der Rückkehr nach Europa im Monat' Lanuar wieder hier seyn will.

Nach der Tafel sagte einer von unS zu dem Kaiser: Es habe

, ihm, alö er heute sein Diktirtes über die Schlacht bet Waterloo

ins Reine gebracht habe, großen Kummer verursacht, zu sehen, daß^ der Ausgang derselben an einem Haar gehangen habe. Statt ei-ner Antwort sagte der Kaiser mit einem Tone, als ob er nichtsgehört hätte: — „My Son, (mein Sohn) — so pflegte er ihni gewöhnlich zu nennen — geh, hole uns 2phigenia in AuliS, das

^ wird uns besser seyn — und dann las er uns dieses schöne Stück

vor, das man immer lieber gewinnt.

Donnerstags am 9. Mai.

2ch habe mit meinem Sohne und dem General Gourgaud inDriars dinirt. Wir blieben daselbst zu einem kleinen Ball. 2chtraf dort den Admiral und habe ihn nie artiger gesehen. Es wardas erstemal, daß ich, seit der Geschichte von Novarrez mit ihmzusammen kam. Er war im Begriff nach Europa zurückzugehen,und ich kannte die Gesinnungen des Kaisers. Zwanzig mal warich auf dem Punkt, frei mit ihm zu sprechen und ihn so NapoleonL.CasesLageb. z.Bd. 2