Druckschrift 
5 (1823)
Entstehung
Seite
12
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Ideen. Er hätte sich entweder ganz der rechten Seite oder wenig-stens der Minorität des Ade!S angcschlossen. Jedcmfalls wäre ichdann, meine eigne Gesinnung mochte scyn welche sie wollte, in sei-ne Fnßtapfen getreten und dann war meine Carriere ganz verän-dert — sie war für mich verloren."

«Zweitens. Wäre ich zur Zeit der Revolution schon weiter vor-gerückt an Jahren gewesen, so würde ich vielleicht selbst zum Dc-putirten ernannt worden seyn. Eifrig und warm, wie ich war,hätte ich gewiß, welcher Meinung ich auch gefolgt seyn mochte,mich bemerklich gemacht; aber in jedem Falle war die militärischeLaufbahn dann für mich verschlossen, und meine Carriere abermalsverloren."

«Drittens. Wäre meine Familie mehr bekannt, wären wir rei-cher, mehr in der Welt gewesen, so würde meine adeliche Herkunft,selbst wenn ich den Weg der Revolution verfolgt hätte, mich dochentweder verächtlich gemacht oder gar geächtet haben. Nie hätteich Vertrauen erlangen, nie eine Armee kommandiren, oder wennauch das lczcere geschah, nie das wagen können, was Ich gechanhabe. Und wenn ich auch annchme, daß ich alle jene glücklichenErfolge gehabt hätte, so würde ich doch nie meinen liberalen Ge-sinnungen in Hinsicht auf die Priester und den Adel haben folgen,nie an die Spitze der Regierung gelangen können."

„Viertens. Selbst die große Zahl meiner Brüder und Schwe-stern ist mir von großem Nutzen gewesen. Sie vermehrte meineBeziehungen und die Mittel meines Einflusses."

„Fünftens. Meine Verheirathung mit Madam de BeauharnaiSbrachte mich in Berührung mit einer Parthei, welche mir nöthigwar, um zu meinem System der Verschmelzung beizutragen. Dieswar einer der ersten Grundsätze meiner Verwaltung, der diese ganzbesonders charakterisirte. Ohne meine Gemahlin hätte ich mit je-ner Parthei nie eine natürliche Gemeinschaft haben können."

„Sechstens. Auch sogar, daß ich fremden Ursprungs war, wo-gegen man in Frankreich so sehr geschrieen hatte, brachte mir we-sentlichen Vortheil. Alle Jtaliäncr betrachteten mich als ihrenLandsmann, wodurch meine Fortschritte in Italien sehr erleichtertwurden. Sobald diese einmal erreicht waren, lies man überallnachsuchen und überall die Verhältnisse meiner Familie, welche seitlanger Zeit im Dunkel geblieben war, ans Licht bringen. ES fandsich, wie daS allen Jtaliänern bekannt ist, daß sie während geraumerZeit eine wichtige Rolle mitten unter ihnen gespielt hatte. Siewurde nun in ihren Augen und in ihren Herzen zu einer italiäni-scheu Familie, dergestalt daß, als von der Verheirathung meinerSchwester mit dem Prinzen Borghese Frage entstand, zu Rom und