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daß ich nach einer Universalmonarchie erachtete — so wird er derWelt klar machen, daß dieses das zufällige Werk der Umstände war,unsre Feinde selbst mich nach und nach dahin führten. Soll cSendlich mein Ehrgeiz scyn? — 2a den — den wird er an mirfinden. Ach! und zwar den größten, den höchsten, der jemals be-standen hat! — ich meine den Ehrgeiz, das Reich der Vernunftzu gründen, zu heiligen, und die vollkommenste Ausübung, denunbeschränktesten Genuß aller menschlichen Fähigkeiten! Hier wirdder Geschichtschreiber vielleicht sich genöthigt sehen, sein Bedauernauszudrncken, daß ein solcher Ehrgeiz nicht befriedigt worden ist! —DaS ist" — so sprach der Kaiser, nachdem er einige Sekundengeschwiegen und nachgedacht hatte, „in reche wenig Worten, lieberFreund! eigentlich meine ganze Geschichte."
DonnerStagS, den 2. Mal.
Der Kaiser hütete, wie an den vorhergegangenen Tagen, dasZimmer und lies mich Abends, nach dem Diner, um 9 Uhr zusich rufen. Er hatte den ganzen Tag zugcbracht, ohne jemand beisich zu sehen; ich blieb bis 11 Uhr bei ihm. Er war munter undschien sich wohl zu befinden. Ich versicherte ihm, daß uns dieTage, an denen wir ihn nicht sähen, sehr lang würden, daß ergewiß recht bald die traurigen Wirkungen seiner strengen Eingezo-genheit und des Entbehrcns der freien Lust empfinden werde Ich,meines Theils, war darüber wirklich sehr unruhig und betrübt.Wenigstens eine halbe Stunde zuvor, ehe er mich entlies, setzte ersich auf sein Bette. Die Beine, sagte er, verweigerten ihm denDienst. Er fühle sich ermüdet, weil er so viel mit mir gelaufensei, und gleichwohl waren wir nur einigemal im Zimmer auf- undabgegangen.
Er hatte viel von der Ehrenlegion, von dem Goldsmith'schenWerke und vom Moniteur gesprochen. Zn Beziehung auf den letz-kern sagte er: Es scy gewiß sehr merkwürdig und etwas, dessensich wenig andere rühmen könntcn, so jung und mit so viel Aus-sehn an der Revolution Theil genommen zu haben, ohne den Mo-niteur fürchten zu dürfen. „Es steht kein Wort darinnen," fuhrer fort, „das ich daraus wegstreichen möchte. Im Gegentheil; ichkann ihn zu meiner Rechtfertigung gebrauchen, so oft ich in denFall kommen möchte, ihrer zu bedürfen."
Freitags, den 3. Mai.
Noch Immer blieb der Kaiser in seinem Zimmer verschlossen.Daö war nun der fünfte Tag, den er so zubrachce; an de», er