gchirig durcharbeitece, von allen Seiten beleuchtete, und nach Be-finden modificirte, derselbe sehr ersprießlich werden könnte.
Dann kamen die Pfarrer daran, die nach seiner Meinung rechtbedeutend und nützlich werden sollten. „Je aufgeklärter sie sind,desto weniger werden sie ihre Stelle mißbrauchen." Mit ihremtheologischen Kursus sollte ein Unterricht im Ackerbaue und denHauptbegriffen der Heil- und der Rechtekunde verknüpft seyn.„Dann, sagte er, würde das Dogma und die Controverse, diesesBataillen-Pferd und diese Waffe des Narren und Fanatikers, nachund nach seltener auf der Kanzel geworden seyn, man würde dortnur reine Moral gehört haben, die immer schön, immer beredt,immer eindringlich, immer gern gehört ist; und da man stets liebervon dem spricht, was man versteht, so hätten dann diese Dienereiner Religion, welche die Liebe selbst ist, sich vor allem andern mitden Landleucen von der Kultur des BodenS, von ihren Feldern un-terhalten, ihnen gute Lehren gegen die Chikane, den Kranken heil-samen Rach gegeben, und alle würden dabei gewonnen haben.^ Dann wären die Pastoren wirklich die treuen Hüter ihrer Schaase,l und da man ihre Lage ansehnlich verbessert haben würde, zugleich
; sehr geachtete Männer geworden. Sie würden sich vor allem selbst
geehrt haben, und dann auch von aller Welt in Ehren gehalten« worden seyn, würden zwar nicht die Macht eines Lehnsherrn, aberdoch, ohne alle Gefahr, dessen Einfluß gehabt haben. Ein Land-! geistlicher wäre der natürliche Friedensrichter und in moralischer Hin-sicht der wahre Gebieter seiner Gemeine gewesen, der sie geführt
' und geleitet, indessen er selbst von der Regierung abhängig war,
welche ihn ernannte und besoldete. Wenn man nun noch zu alledem die Prüfungen und das zu Erlangung eines solchen Amtesnöthige Noviciac rechnet, wodurch für die Berufung zu selbigemgewissermaßen Bürgschaft geleistet ward, indem beides die besten Eigen-schaften des Herzens und Verstandes voraussetzte, so kann inanwohl behaupten, daß die Anstellung solcher Pastoren im Volke einewahre moralische Umwälzung zum Besten der Civilisation Hervorge-bracht haben würde."
. Dabei fälle mir ein, daß ich den Kaiser Im Staatsrathe gegendas unbestimmte Einkommen der Kirchendiener habe sprechen hören;er setzte dabei auseinander, wie unziemlich es sey, sie in den Fallzu bringen, mit den heiligsten und zugleich unerläßlichsten Dingeneinen Handel zu treiben, und schlug daher vor, dies abzuschaffen.„Wir erheben die Würde, die Wohlthäligkeit, die Liebe zu allenreligiösen Handlungen, wenn sic umsonst ausgeübt werden müssen;wir thun damit sehr viel für die »iedern Volksklassen, und es istja nichts leichter und natürlicher, als dieses zufällige Einkommen