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10 (1824)
Entstehung
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selbst ein eben so bequemes Unterkommen gefunden, als die Anstal.ten zur Ausbesserung, Bau oder Ausrüstung der Schiffe und miteinem Worte alle Erfordernisse einer so wichtigen Schöpfung, welchedie Kunst und die Marine Napoleon verdankt und mit Recht alseines der größten Monumente seiner Regierung betrachtet wird.Dieses Werk war jedoch, in der Idee des Kaisers, nur ein ersteroder Vor-Hafen. Es war ihm zur Seite der Raum zu einemzweiten oder Hinter-Hasen aufgespart, welcher nun, in Folge derdazu bereits getroffenen Vorkehrungen, sogleich ohne Schwierigkeitgebaut werden und zu Aufnahme von 25 andern Linienschiffen ge«eignet seyn sollte. Hinter diesen beiden Hafen wollte dann derKaiser, nach ihrer gemeinschaftlichen Länge, in der Form eines Halb»zirkels noch 30 gedeckte Räume zu Unterbringung von eben so vielLinienschiffen bauen lassen, welche immer bereit seyn mußten in Seezu gehen. Diese Ungeheuern Arbeiten waren nur allein für Cher-bourg entworfen und zum Theil schon ausgeführt.

3. ) Die zahlreichen Arbeiten, welche die zu der Invasion inEngland bestimmte Flottille nöthig machte. — Es mußten die er»fodcrlichen Ankerplätze vorgerichtet, hierbei auf das Abfahrcn dersel-ben Rücksicht genommen und um alle Maasregeln des Angriffs undder Vertheidigung gehörig zu treffen, auf mehrern Punkten Be-festigungsarbeiten in Stein und Holz vorgenommen, es mußten-Quais, Gräben, Dämme, Wege, Schleußen u. s. w. gemacht werden.

Boulogne wurde zu dem Centralsammelplatze ausgewählt, Vi-mereux, Ambleteuse und Etaples zu den Seiten- und Hülfsplätzen.Boulogne sollte allein mehr als 2000 Schiffe verschiedener Artaufnehmen. Außer seinem natürlichen Hafen schuf man daselbst einkünstliches Bassin, mit Hülfe eines durch eine Schleußt von 24Fuß Breite in der Mitte geschlossenen Zuganges. Dieses Bassinfaßte 8 bis 900 stets flotte und zum Auslaufen bereite Schiffeund die Schleußt gewährte, durch das frühere Zurückhalten desWassers, einen jähen Fall desselben, der zu gleicher Zeit dem eigent-lichen Hasen die gehörige Tiefe verschafft, und den Eingang zu sel-bigem von den Sandbänken befreite, welche ihn außerdem leichtverstopften. Dimereux, Etaples und Ambleteuse wurden ihrerseitszugleich in den Stand gesetzt, um eine verhältnißmäßige Zahl vonSchiffen, ungefähr 1000 überhaupt, aufzunehmen, und alle dieseArbeiten vollendete man in einem Zeiträume von zwei Fahren.

4. ) Ausbesserungen und wichtige Verbesserungen in allen Hä-sen der Küste. — Havre wurde für Fregatten dadurch zugänglichgemacht, daß man, durch Anlegung einer starken Trieb-Schlcuße,die Bank von Strandstein zerstörte, welche das Einlaufen behin-derte. St. Valery, Dieppe, Calais, Grevelingen, Dünkirchen, wo-