Druckschrift 
9 (1824)
Entstehung
Seite
151
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gesprochen habe. Ich hielt ihn für meinen Gegner, in Beziehungans seine Nation, seine Meinung, sein Interesse. So stand ichmit Herrn O'Meara; er war sonach in Hinsicht auf mich vollkom-men frei; er durste schreiben, was ihn beliebte, ohne daß solchesauf die Meinung, die ich seitdem von ihm gefaßt habe, den min-desten Einfluß haben kann. Wenn Sir Hudson Lowe ihm jetzt gerndas Ansehen eines dreifachen Spions zu gleicher Zeit nämlichfür die Regierung, für Napoleon und für ihn, Sir Hudson Lowe,geben möchte, könnte das wohl die Wahrheit, die Glaubwürdig-keit der in seinem Werke ans Licht gebrachten Thatsachen über denHaufen stoßen? Im Gcgcntheile; welcher von den Drei Beste-chenden würde ihm daun wohl den Lohn dafür bezahlen, daß erdiese Dinge dem Publikum enthüllt? Napoleon lebt nicht mehr;von ihm hat der Doctor nichts zu erwarten, und die andern bei-den hat er sich durch die Herausgabe seines Buchs zu heftigenVerfolgern gemacht, die ihm um fein Amt gebracht haben undseine Ruhe bedrohen. In ihren Augen ist der ihnen ungelegeneEifer eines Freundes des Schicklichen und der Gesetze ein wahresVerbrechen; sie können ihm nicht verzeihen, daß er, von allenden unziemlichen und unedlen Beeinträchtigungen empört, diewahren Urheber derselben genannt hat, um die Schuld von seinemVatcrlande abzuwälzen. Das ist die Sache. Mithin habe ich inder verspäteten Mittheilnng jener vertraulichen Briefe, die icheben erst in dem Augenblicke des anhängigen Proccffes gegen denDoctor, von Sir Hudson Lowe erhalte, nichts, als eine Art voneigennütziger Anklage gefunden, die jedermann mit dem rechtenNamen bezeichnen wird, der.davon hört.. Ich habe ihm nicht ein-mal den Empfang derselben angezeigt, und noch weniger darangedacht, darüber Beschwerde zu führen.

Da ich aber jetzt einmal von Herrn O'Meara und seinemWerke spreche, ans welchem hervorgcht, daß er zu der nämlichenZeit, an dem nämlichen Orte und über die nämlichen Gegenständeein glcrchcs Tagebuch, wie ich gehalten habe, so will ich nur be-merken, daß cs doch gewiß, in Ansehung der Glaubwürdigkeitdessen, was darin gesagt ist, für ein höchst glückliches Ercignißgelten muß, daß zwei Erzähler von ganz heterogener StellungHerkunft und Meinung, ohne mir einander irgend eine Gemein-schaft zu haben, diese von ihnen niedergeschriebencn Thatsachenaus einer hnd derselben Quelle schöpfte». Es muß wohl interes-sant stpn, ihre Schriften unter sich zu vergleichen. O'Meara istüberseht, man mag beide Werke Nachlesen und erwäge hierbei dieVerschiedenheit des Genius beider Sprachen, der National-Vor-