großen Tribunale Englands, da ich weiß, wie sie zusammengesetztsind; doch wer kann heutzutage den Erfolg verbürgen? — Beider unglücklichen Krise unsrer Zeit scheinen fast überall zweierleiWahrheiten statt Einer.sich zu zeigen. Die bessere für Jeden istimmer diejenige, welche man im Herzen trägt; denn, was manauch laut sagen möge, sich selbst wird man doch nicht belügen unddieß muß in jedem Falle ein Trost für den Doctor O' Meara seyn.
Ich, für meinen Theil, erkläre hiermit, daß Alles, was ich indieser Rücksicht in seinem Werke finde und mir von der Zeit, daich an Ort und Stelle war, wohl bekannt seyn muß, mit derstrengsten Wahrheit übereinkvmmt, und daß ich hieraus den na-türlichen Schluß z.che, cs werde sich solches wegen derjenigen )
Gegenstände, welche ich nicht selbst mitangesehen habe und die in >
einem spätern Zeiträume von i3 Monaten vorgefallen sind, eben i
so verhalten; wie ich denn auch keinen Anstand nehme, laut zudckennen, daß ich es in meiner Seele und in meinem Gewissen so jKlaube.
Eben als ich dieses jetzt schreibe, erhalte ich von Sir Hudson t
Lowe Auszüge von vertrauliche» Briefen, die er damals von z
O'Meara erhalten haben will, wobei er mich bemerken läßt, daß l
sich dieser sehr sonderbar über mich ausgedrückt und ihm geheimeRapports meine Person betreffend, erstattet habe. Was magwohl Sir Hudson Lowe hierbei in Bezug auf mich beabsichti-gen? In den Verhältnissen, in welchen wir zu einander stehe»kann kein so sehr zärtliches Interesse zu Grunde liegen. Hoffte erVielleicht mir zu beweisen, daß Herr O' Meara sein Spion bei unsKcwesen sei? Dachte er vielleicht mich ihm so abgeneigtzu ma-chen, daß sich nun die Natur meiner kräftigen Zeugnisse für sei-ne» Feiud ändern werde? — Aber sind denn diese Briefe voll-ständig? sind sie nicht etwa nach der Sitte von St. Helena be-schnitten? Und wäre am Ende auch der Sinn derselben vollstän-dig und ächt, weshalb sollte ich mich denn wohl darüber ärgern?Welche Rechte, welche Ansprüche hatte ich denn damals aufO'Meara? Freilich späterhin, als er nach Europa zurückkehrteund ich ihn verfolgt und wegen seiner Menschlichkeit gegen Na-poleon bestraft sah — da habe ich ihm die lebhafteste Erkenntlich-keit ausgcdrückt, da habe ich ihm geschrieben, daß wenn die Un-gerechtigkeit ihn so weit bringen sollte, daß er sein Vaterlandverlassen müßte, es ihm ganz frei stehe, seine Zuflucht in meinHaus zu nehmen, daß ich mit Freuden mit ihm theilen würde-Aber in St. Helena kannte ich ihn kaum. Ich glaube nicht, daßich während meines Anfenthalts in Longwood Zehnmal »fit ihm