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nrthcile beider Personen, so wie der Verhältnisse in denen sie le-ben — nnd welches Resultat zeigt sich demohncrachtct? — Einevollkommene Uibcreinstiiumnng! denn geringe Abweichungen sindin gewissem Betrachte, da sie gar nicht vermieden werden können,eine Garantie der Aechtheit für jeden; oder hätte man wohl schonein Beispiel, daß zwei Mensche» über eine Sache, von der sieZeugen waren, geschrieben und nicht von einander in einzelnenDingen sich entfernt hätten? Und wie unschukdig sind nicht amEnde die kleinen Sunden gegen die Wahrheit, die wir etwa ohnees zu wollen begangen haben können, wenn wir bloße Gesprächeim Fluge aufsaßten! Bei alledem muß ich den Leser noch bei ei-nem Umstande zu verweilen bitten, der mich ergriff, als ichO'Meara las. Alle Gespräche Napoleons tragen dort den Cha-racter der Stellung der zwei verschiedenen Personen, mit welchener sich unterlstelt: alle wichtige Gegenstände sind bei O'Meara, un-gleich mehr entwickelt und ausgeführt; daß rührt daher, daß Na-poleon mit einem sprach, den er unterrichten zu müssen glaubte;bei mir hingegen sind sie säst immer summarisch; weil der Kaiservvraussttzte, daß ich mit jenen Dingen schon bekannt sei. DieErzählungen des Doctors haben übrigens in England ein wunder-volles Glück gemacht: Ihr Gegenstand war reich, die Absicht löb-lich , der Zweck moralisch gut! das ist dazu hinreichend-
Ich meinerseits rücke bei meinem Unternehmen vorwärts.Ich sehe dem Schluffe entgegen und bin für die gute Aufnahmedie es gefunden hat, sehr dankbar. Es schien mir Pflicht derselbennicht blos halb, sondern ganz und gewissenhaft Genüge zu leisten.Ich hatte mir vorgesetzt, den Mann, der so große Wunder voll-bracht hat, nicht etwa mit meinen schwachen Farben, sondern mitHülfe seiner eignen Worte, seiner eignen Gebehrden zu zeichnen.Es kam hierbei besonders darauf an, streng wahrhaft zu bleiben,ihm auf das allcrgenaurste treu zu schildern und ich hoffe, daß,wer mein Buch gelesen hat, mir die Gerechtigkeit nicht versagensoll, daß ich aus jedes System, jede Meinung, jede Parthei oderVerbindung verzichtet habe. Ich habe gegen individuelle Ansichtenverstoßen, keine Rücksicht auf vornehme Personen oder auf beson-dere Verhältnisse genommen; obschon ich von der andern Seitemir nicht verbergen konnte, daß ein solches Benehmen mich ingroße Verlegenheit bringen, mir unsägliche Verdrüßlichkeiten zu-ziehen werde. Ich mußte natürlich das gewöhnliche Loos, der un-partheiischen Wahrheit fürchten. Allen zu mißfallen und vieleStimmen gegen mich zu haben- So konnte ich auch wohl, bei einerungünstigen Auslegung meiner Absichten in rincr Sache, welche