Sonntags, am 8, Sepk. rörS.
Kaiser ließ mich ziemlich zeitig rnfen. Er vollendete seineToilette. Während der ganzen Nacht hatte er nicht geschlafen undfühlte sich ermüdet. Das Wetter war erträglich geworden, er woll-te also unter dem Zelte frühstücken. Jndeß man das Frühstück be-reitete ging er einigemale im Garten auf und ab und kam aus dasGespräch der gestrigen Nacht. ...
Beim Frühstück ließ er Frau von Montholon rufen und wirfuhren dann in der Kalesche aus, deren sich der Kaiser seit langerZeit nicht bedient hatte. Uiberhaupt waren mehrere Tage verstri«chen, seit er auch nur kaum einen Athemzug außerhalb des Hau-ses gcthan batte-
Die Unterredung kam abermals auf den .Hof des Kaisers inden Tullerien, die zahlreiche Menge aus welcher er bestand, dieGeschicklichkeit und den Geist womir der Kaiser ihn die Musterungpaffiren ließ. Ich lasse vieles weg, um mich nicht zu wiederholen.„Es ist wohl schwerer als »rau denket, sagte er, mit einer MasseMenschen zu sprechen, und ihnen nichts zu sagen, eine Mengevon Personen zu kennen, von denen neun Zehntheile uns unbe-kannt sind, u. s w"
Spater machte er bemcrklich, wie doch bei alledem es zu-gleich schwer und leicht gewesen sich ihm zu nähern, mit ihm zuthun zu haben, von ihm beurthcilt zu werden, wie es an so we-nig hangen , bei ihm ein Glück zu machen, oder cs zu verfehlen.„Jezc da von mir nicht mehr di- Rede ist, sagte er, da ich ein bloßerParükulier bin, als Philosoph über die Zelt denke, wo ich dazubestimmt war, das Werkzeug in dpr Hand der Vorsehung zn seyn,ohne deshalb doch aufzuhvren auch als Mensch zu fühlen, jeztsehe ich, wie der Zufall doch sehr beim Schicksale derer die ich be-herrschte, im Spiele war, wie sehr Gunst und Vertrauen ihm un-terworfen seyn konnten. Die Intrigue ist manchmal so geschickt,das Verdienst so linkisch, diese Crtreme berühren sich so sehr, daßbei dem besten Willen >on der Welt, doch meine Atmosphäre einwahre Lotterie werden mußte. Und konnte ichs bessern? Fehlte ichL. Cafes Lastb. gs, Vochn. r