Druckschrift 
9 (1824)
Entstehung
Seite
138
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chcn sich die ganze Wclt vor unscrm Blicke öffnet, jeder Noma»erlaubt ist. Er sprach von de. Zeit, wo er im Regimente diente,von gesellschaftlichen Vergnügungen, Bällen und Festen. Bei derErwähnung der Pracht, die bei einem derselben geherrscht habe,und welche er sehr rühmte, sagte er dann: „Am Ende weiß ichjedoch nichts recht sicheres darüber zu sagen, denn meine Begriffevon Pracht mögen wohl damals von .den jetzigen verschiedengewesen seyn m s w"

Als er einzelne Umstände aus seinem Leben angeben wollte,sagte er, daß es ihm schwer werden sollte, solches von Jahr zuJahr genauer zp bezeichnen. Wir bemerkten hierauf, daß wennerlich nur auf Mer bis Fünf Jahre besinnen konnte, wir danndas Uibrige auf uns nehmen wollten. Er kam nun auf seinen mi-llitamschcn Debüt zu Toulon, die Veranlassung zu seiner Absen-dung dahin und die Verhältnisse die ihm dort zu statten gekom-men wären. Der Einfluß den diese ersten Erfolge ihm auf ein-mal gegeben hätten, der Ehrgeiz der hieraus in seiner Seeleentstanden wäre, sei damals noch eben nicht sehr weit gegangen.„Noch war ich weit entfernt mich für einen Mann von Koedeutungzu halten." Nicht eher ais nach dem Gefechte bei Lodi, äußerteer wiederholt, fei der erste Gedanke dieser Art in ihm entstandenund auf Egyptens Boden nach dem Siege bei den Pyramide»,nach dem Besitze von Eairo, zu einem völlig ausgesprochenen stol-zen Gefühle geworden. „Jetzt glaubte ich in der Lhat, sagte er,mich den glänzendsten Hoffnungen überlassen zu dürfen u. s. w."

Der Kaiser war sehr munter und gesprächig worden; erst umMitternacht zog er sich zurück. Es war für ihn eine Art vonWiederbelebung gewesen.

Sonnabends, am ig. October.

Die vier Geächteten, der Pole, Santini, Archambeau undRousseau, der Klempner, verließen uns gegen Mittag. EineStunde später waren sie in einem kleinen Fahrzeuge mit sehrstarkem Winde nach dem Cap unter Segel gegangen.

Der Kaiser ließ mich gegen Drei Uhr in den Salon rufen,befahl dann, sshm die kleinen Romane von Frau von Genlis zubringe» und ging ganz laut einige derselben durch, gab aber dasWeiterlcscn bald auf, weil, wie er bemerkte, sie ihm zu nichts-sagend wären. Ich konnte seine Meinung nicht theilcn; mehrereStellen hatten in mir zarte Saiten berührt, besonders gewisse aus-führliche Schilderungen der guten Gesellschaft in Paris, die. Na-

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