Druckschrift 
9 (1824)
Entstehung
Seite
139
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,nm der Straßen, der Monumente, gewisse vertrauliche Gesprä-che, die Erwähnung bekannter Personen, direkte Erinnerungen— alle diese Bilder blieben nicht ohne Wirkung auf mick. Essind ja wirklich bestehende Dinge, ich selbst bin noch vorbandsnmW doch trennen uns Ort und Zeit — vielleicht die Ewigkeitschon. Ich fühlte in diesem Augenblicke, daß Genüsse und Ver-gnügungen mir nichts sind, wohl aber die Menschen, selbst dieLokalitäten sich mir so reizend darstellten, daß sie eine süße, tiefeSchwermut!) in meiner Seele zurückließen.

Als der Groß-Marschall sich zur Arbeit ciustcllte, dictirte ihmder Kaiser bis zum Diner.

Abends verlangte der Kaiser die Tausend und Eine Nacht —>legte sie aber bald wieder weg.

Sonntags, am 5». Oktober.

Ich brachte den ganzen Tag mit Abschätzung der Bücher zu,die man uns von London aus geschickt hat und wofür man vondem Kaiser eine ungeheure Summe fodert- Nach unsrer Schätzungsind sie nicht die Hälfte werrh.

Ich hege nicht den mindesten Zweifel, daß das Gouvernementwirklich die Summe ausgelegt habe, welche es vom Kaiser ver-langt; aber da ich einige Kenntniß von Einkäufen dieser Art besitze,so trage rch kein Bedenken, zu behaupten, daß dem Buchhändlerhocystens ein Drittel davon — vielleicht noch weniger — zu Thcilgeworden ist.

Uibrigens hat offenbar der größte Mangel an Genauigkeit beidieser Sendung vorgewaltet, wie sich aus allen Umständen ergiebt.

1) Hat man kcineswcgcs die verlangten, sondern eine Men-ge von Büchern geschickt, die gar nicht auf unsrer Liste gestan-den habmi.

2 ) Sind eS schlechte Ausgaben und der größte Thcil derWerke ist bloßer Brack. Mehrere sind unvollständig und defect.Sie sind von einem Buchhändler, dem man vortheilhafte Bedin-gungen gemacht, ihn aber nicht gehörig bezahle hat- Neben denAusschufibüchern befinden sich ganz unnütze Prachtwerke, als z. V.Geutil Vernarb u. s. w. Der Buchhändler hat sie auf dem Lagergehabt, sie los sepn wollen, und überhaupt sortgcschasst was ihmnur beliebte.

5) Man kann, um den Preiß und die schlechten Ausgaben zuentschuldigen, keineswcges anführen, was man jedoch zu thun sichuntersteht, daß das Alles sei, was in London zu finden gewesen